223 Menschen vor lettischen Ostseeküste gerettet

Riga/BR. Abenteuerliche Rettungsaktion auf der Ostsee: Vor der lettischen Ostseeküste bei Riga wurden am Karfreitag 223 Menschen von zwei riesigen Eisschollen gerettet, die vom Strand abgetrieben waren. Wie das Nachrichtenportal Delfi in Lettland berichtet, wurden die Menschen mit zwei Hubschraubern der Streitkräfte zurück an Land gebracht. Die Aktion im Golf von Riga dauerte mehr als drei Stunden.

Laut Euronews warnte die Feuerwehr für das Osterwochenende die Menschen davor aufs Eis zu gehen. Durch die Sonne erhöhe sich die Einbruchgefahr, es sei also sehr gefährlich. Jedes Jahr ertrinken Eisfischer in den kalten Fluten.

Der Abbruch des Eisstückes sei zunächst nicht bemerkt worden, sagte ein geretteter Mann der Baltischen Nachrichtenagentur BNS. Der Riss habe sich dann sehr schnell erweitert. Mehrere Fischer, die nahe an der Bruchstelle standen, hätten sich noch mit einem Sprung retten können. Eine Person sei mit leichten Erfrierungen ins Hospital gebracht worden, meldete das lettische Rundfunk.

Für die Rettungsaktion wurden Eisbrecher und Rettungsboote eingesetzt. Das Eis sei nach Angaben der Behörde dick genug gewesen um die Menschen zu tragen. Starker Wind hatte jedoch mehrere Stunden die Bergung vor der Stadt Jurmala erschwert.

Eisfischen ist ein beliebter Zeitvertreib in der Region. Mitte Februar hatten sich mehr als 6.000 Esten auf dem See Viljandi im Süden des Landes versammelt, um an einem Fischwettbewerb teilzunehmen.

Der lettische Außenminister Edgars Rinkēvičs dankte den Rettungskräften und Soldaten auf seiner Facebook-Seite für ihren Einsatz.

Weitere Informationen auf YouTube.

Foto: Delfi/LETA

 

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