Leere Ränge: Polnische Klubs knicken vor Hooligans ein

Nach einem Beschluss des europäischen Fußballverbands Uefa muss der polnische Klub Legia Warschau sein nächstes Match in der Europa League am 3. Oktober gegen den zyprischen Verein Apollon Limassol vor leeren Rängen austragen

Die polnischen Fans hatten in früheren Spielen Leuchtraketen abgefeuert und Transparente gezeigt, die den Gegner beleidigten. Der Hooliganismus wird durch das Verbot nicht verschwinden, fürchtet Mirosław Żukowski von der konservativen Tageszeitung Rzeczpospolita:

Der polnische Staat und die Klubs, die sich von den Hooligans vorführen lassen, haben schon seit langem damit ein Problem. Das wissen die Hooligans am besten in Posen, wo der Verein Lech bereits vor ihnen eingeknickt ist. Schon bald werden sie dies auch bei Legia erreichen, wo der Vorsitzende in der Subkultur der Hooligans aufgewachsen ist und sich mit den Übeltätern verbrüdert hat. Die Klubs beklagen sich zwar, dass sie die Kosten tragen müssen. Und ich verstehe den Schmerz der Vorsitzenden. Doch ist ein Stadion kein rechtsfreier Raum.

Die Baltische Rundschau | Online-Redaktion
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