Lettische Handwerkskunst auf Berliner Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmärkte haben in Deutschland eine lange Tradition. Jedes Jahr in der Adventszeit gibt es eine Vielzahl von weihnachtlichen Märkten in fast jeder deutschen Stadt. Allein in Berlin gibt es über 80 Weihnachtmärkte, große und kleine, traditionelle und alternative. Die mit gewaltigen Karussells und großen Fahrgeschäften aber auch die, die man gemütlich ablaufen kann. Wo es nach Mandeln und Waffeln duftet und wo man manches handwerkliche Weihnachtsgeschenk kaufen kann, was woanders so nicht zu haben ist.

Einer dieser eher kleinen Weihnachtsmärkte in der Hauptstadt ist der Lucia Weihnachtsmarkt auf zwei Höfen einer ehemaligen Brauerei. Er gehört mit seinem skandinavischen, nordischen Flair ohne Frage zu den schönsten Weihnachtsmärkten in Berlin. Das ehemalige Brauereigelände, das heute die Bezeichnung Kulturbrauerei trägt, bildet mit seinen burgartigen Backsteingebäuden eine malerische Kulisse für die verschiedensten Buden und weihnachtlichen Marktstände. Ein nostalgisches Kettenkarussell für die Kleinen dreht sich zu nord-skandinavischer Musik während die Großen die Auswahl haben zwischen Schwedenpunsch und finnischem Glühwein. Wer etwas Herzhaftes mag, greift zur Rentierwurst oder zu den Wildspezialitäten aus Brandenburg. Obwohl Lettland kein Teil Skandinaviens ist, fügt sich das kleine Häuschen mit dem lettischen Holzspielzeug, den Stofftieren, der Glaskunst und vielem anderen, gut in das Marktensemble ein. Das Interesse der Marktbesucher ist groß, denn wo sonst in Berlin kann man solch schöne Handwerkskunst aus Lettland bestaunen und erwerben.

Thomas Marschner
Freier Journalist aus Berlin