Eine Milliarde Kaufkraft und 11.000 Arbeitsplätze für Deutschland

Wirtschaftsmotor NürnbergMesse: Mehr als eine Milliarde Kaufkraft und 11.000 Arbeitsplätze für Bayern
Eine neue Studie des ifo-Instituts belegt erstmals in Zahlen, wie die NürnbergMesse sich zum dynamischen Wachstums- und Wirtschaftsmotor für Nord-Ost-Bayern und den gesamten Freistaat entwickelt hat

Nürnberg (obx) – Für die Metropolregion Nürnberg, Nord-Ostbayern und damit letztendlich für den gesamten Freistaat ist die NürnbergMesse zum anhaltend dynamischen Wirtschafts- und Jobmotor geworden: Sie ist allein in Bayern Garant für jährlich 1,2 Milliarden Euro Kaufkraft, mehr als 11.000 Arbeitsplätze sowie mehr als 100 Millionen Euro Steuern, die jedes Jahr in die Kassen des Freistaats gespült werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung des Münchner ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, die erstmals die wirtschaftliche Bedeutung der Messe Nürnberg misst, die heute zu den fünfzehn führenden Messegesellschaften auf der Welt gehört.

Bezogen auf ganz Deutschland sind die wirtschaftlichen Effekte sogar noch größer. Die Münchner Experten haben herausgefunden, dass die NürnbergMesse bundesweit eine Kaufkraft von rund 1,65 Milliarden Euro generiert, global betrachtet sogar rund zwei Milliarden Euro. Besonders profitiert der nord- und ostbayerische Raum mit einer Summe von rund 934 Millionen Euro. “Das fängt beim Bäcker und Metzger an, zieht sich über das Hotel- und Gaststättengewerbe und den Einzelhandel und reicht bis zum Flughafen und zum Messestandbauer”, sagte der CEO der NürnbergMesse, Peter Ottmann bei der Vorstellung des umfangreichen Zahlenwerks. Danach gibt jeder Messebesucher im Rahmen seines Aufenthalts in Nürnberg rund 340 Euro aus, jeder Aussteller sogar rund 32.000 Euro.

Die Messebesucher füllen auch die Hotelbetten in der Region: Rund 800.000 Übernachtungsbuchungen jährlich gehen auf das Konto von Gästen und Ausstellungen der Veranstaltungen auf dem Messegelände. Rund 300 Millionen Euro an Steuereinnahmen generiert das Messegeschäft auf diese Weise jedes Jahr – rund ein Drittel davon bleibt in Bayern.

Die Veranstaltungen und die kontinuierlichen Investitionen ins Messezentrum Nürnberg sicherten laut der neuen ifo-Studie Jahr für Jahr heute rund 15.000 Arbeitsplätze, davon zwei Drittel (rund 9.500) in der Metropolregion, wie der zweite CEO der NürnbergMesse, Dr. Roland Fleck, hervorhob. Oder anders formuliert: Jeder Mitarbeiter der Messegesellschaft schafft mit seinem Arbeitsplatz rund 40 Jobs außerhalb des Unternehmens. “Im Ergebnis ist die Messe damit so etwas wie ein volkswirtschaftlicher Wachstumstreiber weit über Nürnberg hinaus”, so Dr. Fleck.

In den nächsten Jahren will der Messeplatz Nürnberg, beflügelt durch die positive Entwicklung der vergangenen Jahre und auch durch die Ergebnisse der Studie, weiter wachsen: 2016 könnte die Gesellschaft bei den Umsätzen nach derzeitigen Prognosen erstmals die Viertelmilliarden-Euro-Grenze knacken. Gelingen soll das weitere Wachstum nach den Worten der beiden CEOs besonders durch die weitere Internationalisierung des Geschäfts und gezielte Investitionen am Standort – unter anderem fließen 70 Millionen Euro in eine neue spektakuläre Messehalle. Damit soll die Ausstellungsfläche um weitere 10.000 Quadratmeter auf dann 180.000 Quadratmeter wachsen. Das entspricht einer Fläche von rund 25 Fußballfeldern.

Die Nürnberg Messegroup zählt heute zu den 15 größten Messegesellschaften der Welt und in Europa zu den Top Ten. Das Portfolio der Franken umfasst rund 170 nationale und internationale Fachmessen, Publikumsausstellungen und Kongresse. Teil der Gesellschaft sind Tochtergesellschaft in der ganzen Welt, etwa in Brasilien, China, Indien, Russland, Italien und Nordamerika. Das Portfolio der Ausstellungen reicht dabei vom Automobil-Engineering oder Biotechnologie in China bis zu Heimtierfachmessen in Mexiko.

Alleine am Standort Nürnberg wurden in den letzten vier Jahrzehnten 750 Millionen Euro investiert. Die Messegesellschaft ist auch ein Motor der Internationalisierung und der Globalisierung des Wirtschaftsstandorts geworden: Bei den internationalen Fachmessen in Nürnberg kommen mittlerweile mehr als die Hälfte der Aussteller (55 Prozent) und mehr als ein Drittel der Besucher (37 Prozent) aus dem Ausland. In vielen Fällen wurden neue Messeprojekte schnell in ihren Fachbereichen zu Weltleitmessen: von der größten Messe für Bio-Lebensmittel Biofach, die im Februar wieder in Nürnberg stattfindet, bis hin zur Weltleitmesse für vernetzte Intelligenz: embedded world.

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