Auch in Bruchsal machten die Mozarts Station

Wolfgang Amadeus Mozart - als Siebenjähriger
Wolfgang Amadeus Mozart als Siebenjähriger – in diesem Alter befand er sich mit seiner Familie auf der „Wunderkindreise“ und hielt sich 1763 auch in Bruchsal auf

Bruchsal (pa)/BR. „Die Residenz in Bruchsal (nicht weit von Heidelberg, Mannheim, Stuttgart, Karlsruhe und Walldorf, direkt an der Autobahn A5) ist sehenswürdig. Die Zimmer sind vom allerbesten Geschmack; nicht viele Zimmer, aber so edel, unbeschreiblich reitzend und kostbar, daß man nichts angenehmeres sehen kann.“ Diese Worte schrieb nicht irgendein Besucher des Bruchsaler Barockschlosses, sondern einer, der es wissen musste – und der üblicherweise mit seiner klaren Meinung auch nicht gerade hinter dem Berg hielt. Als Leopold Mozart im Juli 1763, vor nunmehr genau 250 Jahren, sein schier überschwängliches Loblied auf das fürstbischöfliche Schloss in Bruchsal zu Papier brachte, hatte er bereits manchen Prunkbau geschehen und auch zu vielen Zwischenstationen seiner weiten Reisen deutlich weniger hehre Worte gefunden.

„Dass Leopold Mozart Bruchsal in solch hohen Tönen lobt, kommt daher fast einem ‚Adelsschlag‘ durch diesen kunstbeflissenen und weitgereisten Mann gleich“, sagt Andreas Falz, stellvertretender Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Schlösserverwaltung und Stadt Bruchsal erinnern in diesem Jahr gemeinsam an den 250. Jahrestag der 1763 begonnenen „Wunderkindreise“ der Familie Mozart, als Vater Leopold seinen damals siebenjährigen Junior Wolfgang Amadeus an den europäischen Fürstenhöfen einführte und so die dauerhaften Weichen für eine musikalische Karriere seines Sohnes hoffte stellen zu können. So bezogen die Mozarts im Juli 1763 auch im damaligen Bruchsaler Gasthaus „Zum Riesen“ ihr Quartier, und Leopold besuchte das barocke Schloss. „Seine bekannte Briefsentenz schafft eine dauerhafte Erinnerung an die Zeit des Aufenthaltes in der bischöflichen Residenzstadt am Oberrhein“, so Falz.

Die Kulturabteilung der Stadt Bruchsal, deren Arbeit ohnehin schon seit längerem stark auf die inhaltliche Ausgestaltung historischer Jahrestage abzielt, hat das Jubiläum inhaltlich aufgegriffen und konnte zugleich eine große Zahl an Mitwirkenden für das Thema begeistern. So spiegelt sich während des gesamten Jahres 2013 die Erinnerung an Leopold und Wolfgang Amadeus Mozart sowie an ihren Bruchsal-Aufenthalt von 1763 in zahlreichen Konzerten, bei Führungen, Vorträgen und Ausstellungen, in kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen wider. „Dieses abwechslungsreiche Programm ist einmal mehr nur möglich geworden durch die engagierte Mitwirkung vieler ehrenamtlicher Helfer, durch Vereine und Institutionen, die sich das Jahresthema jeweils in ihrer spezifischen Weise zu eigen machen“, lobt Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick die nun veröffentlichte Terminübersicht. „Insgesamt weit über 30 Einzelveranstaltungen lassen das Mozartjahr 2013 auch in Bruchsal zu einem besonderen Erlebnis werden.“

Bruchsal reiht sich damit zugleich ein in die Reihe derjenigen Städte, die auf Anregung der Deutschen Mozart-Gesellschaft in Augsburg und im Rahmen des Projekts „Kulturroute 2013“ entlang des damaligen Mozart-Reisewegs an die Wunderkindreise von 1763 erinnern.

Service und Information:
Informationen zu sämtlichen Veranstaltungen sowie Exemplare der Programme „Mozart in Bruchsal“ sind zu erhalten bei folgender Adresse:

Stadt Bruchsal, Hauptamt, Abt. III (Kultur und Veranstaltungen)
Kaiserstraße 66, 76646 Bruchsal
Tel. 07251/79-380, -183 und –103
Fax 07251/79-11-380
E-Mail: [email protected]

Bildnachweis: Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg / Stadt Bruchsal

 

 

 

Die einzige, unabhängige und alternative Zeitung aus dem Baltikum – für die Welt!

Die BALTISCHE RUNDSCHAU ONLINE ist mit ihrer Vollredaktion die erste deutschsprachige Tageszeitung im Baltikum und Nordeuropa, die nur im Internet erscheint.

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT