Baltische Spezialitäten auf der Grünen Woche 2017

Baltische Spezialitäten auf der Grünen Woche 2017

Wie immer im Januar, so findet auch in diesem Jahr in Berlin die Internationale Grüne Woche statt.

Vom 20 bis 29. Januar präsentieren sich über 1.600 Aussteller aus rund 70 Ländern in den Messehallen rund um den Funkturm. Darunter auch, wie seit Jahren, die Länder Litauen, Lettland und Estland.

Partnerland der weltgrößten Messe für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau ist in diesem Jahr Ungarn. Unter dem Motto „Traditionsreich, Vielfältig, Natürlich: Ungarn“ wirbt das oft nur mit Paprika, Gulasch und Salami in Verbindung gebrachte Land um vielfältige und neue Geschmackserlebnisse. Eine speziell gestalte Ungarnhalle lädt zu einem kulinarischen Ungarnurlaub auf 1.600 Quadratmetern ein.

Traditionsreich und lukullisch vielfältig zeigen sich in Halle 8.2 die Baltischen Staaten.
In Litauen gilt die Landesküche als Bestandteil der nationalen Kultur, weshalb dieses kleine Land traditionelle litauische Spezialitäten nach althergebrachten Rezepten zur Schau stellt. Besucher können unter anderem Räucherfleisch, Süßigkeiten sowie Honig ausprobieren.
Eine nationale Spezialität ist auch der litauische Baumkuchen. Am Ausstellungsstand können Zuschauer miterleben, wie aus viel Eiern, Mehl, Zucker, Butter und Sauerrahm ein leckeres Gebäck entsteht.

In Lettland ist, ebenso wie in den anderen Baltischen Ländern, die Agrar- und Nahrungsmittelindustrie ein wesentlicher Wirtschaftsbereich. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Produktionsgruppen sind Getreide und Milch. Am Stand kann man das nach alten Rezepten gebackene einzigartige lettische Roggenbrot probieren und kaufen. Auch Kwas, ein lettischer alkoholfreier Brotsaft, ist im Angebot. Desgleichen Honig, Bier, Käse und diverse Fleischprodukte.

Eine Leistungsschau der Lebensmittelindustrie und des Landtourismus erwartet den Besucher auch auf dem Ausstellungsstand von Estland. Herzhaft schmeckende Würste aus Elchfleisch sind hier der absolute Renner. Es gibt aber auch hochwertige Milchprodukte, wie Quark-Riegel und geräucherter Käse. Zu den genießerischen Besonderheiten, die Estland auf der Internationalen Grünen Woche 2017 präsentiert, gehören unter anderem Gewürzsprotten. Wer keinen Fisch mag, sondern typische Waldprodukte liebt, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Waldhonig, Moltebeerenmarmelade sowie die bitter samtig schmeckende Sanddornmarmelade sind seit Jahren vielgefragte Spezialitäten des nördlichsten baltischen Staates.

Natürlich geht es auf der Internationalen Grünen Woche nicht nur um essen und trinken. Neben Kongressen und speziellen Tagungen für Fachbesucher ist die Blumenhalle ein besonderer Anziehungspunkt für das allgemeine Publikum. In diesem Jahr widmet sich die Gestaltung dem 500. Reformationsjubiläum. Gemäß einem Zitat von Martin Luther „Das Paradies ist überall“ wird der Versuch unternommen, ein „paradiesisches“ gartenarchitektonisches Gesamtkunstwerk zu erstellen. Viele Pflanzen und Zehntausende Frühlingsblüher wie Tulpen, Narzissen und Hyazinthen, duftender Lavendel, Rosen und Flieder sowie farbenprächtiger Rhododendron, Azaleen und Orchideen, all das zusammen nennt man zu Recht ein echtes Blumenparadies.
In der Blumenhalle macht auch die Internationale Gartenbauausstellung Berlin 2017 auf sich aufmerksam. Unter dem Leitspruch „Ein Mehr aus Farben“ entsteht zurzeit in Berlin-Marzahn ein 70 Hektar großer Gartenpark. Die IGA 2017 wird am 13. April eröffnet und dauert bis zum 15. Oktober. Die nächste Internationale Grüne Woche ist vom 19 bis 28. Januar 2018 geplant.

Thomas Marschner
Freier Journalist aus Berlin