BBC unsanft erniedrigt das lettische Staatssymbol

Lettischer Europaabgeordneter: Riga braucht BBC-Film über Aggression Russlands nicht

Der lettische Europaabgeordnete Andrejs Mamikins hat die Sicherheitspolizei des Landes dazu aufgerufen, unverzüglich ein Strafverfahren gegen die Autoren des britischen Films über den erfundenen Angriff Russlands auf Lettland einzuleiten.

Die BBC-Show „Dritter Weltkrieg: in der Kommandozentrale“ (World War Three: Inside the War Room“) kann laut Mamikins zu einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen Moskau und Riga führen.

Der Film enthält sogar eine Episode mit der Vernichtung der lettischen Flagge.

„Vernichtung der lettischen Flagge… so ein abscheuliches Verbrechen und eine unverhohlene Erniedrigung des lettischen Staatssymbols“, zitiert das Portal mixnews.lv die Worte von Mamikins.

Der Abgeordnete fragte auch, wozu ein solcher Film überhaupt notwendig sei – die Einwohner von Lettland nicht darum gebeten hätten, etwas Derartiges zu drehen.

Der Film habe „einen ekelhaften Nachgeschmack, nach seinem Betrachten will man sich gründlich waschen“, so Mamikins.

Die Autoren haben nicht daran gedacht, zu welchen außenpolitischen Schwierigkeiten zwischen Russland und Lettland ihre Inszenierung führen könne, sagte der lettische Politiker abschließend.

 

Sehen Sie auch das Video: US-Atom-Übungsbomben in Lettland abgeworfen

Die New York Times gab am 23.6.2015 bekannt, dass neun Atom-Übungsbomben über Lettland abgeworfen wurden, nahe der russischen Grenze mit baltischer militärischer Unterstützung.

Das Ganze wurde gerechtfertigt mit der Notwendigkeit, einem Erstschlag der Russen zuvorzukommen. Und natürlich muss auch der US-Verteidigungsminister eine Europa-Reise antreten, um vor „den bösen Russen“ zu warnen.

 

USA provozieren militärische Reaktion Russlands

Lust auf neuen Weltkrieg? USA provozieren erneut militärische Reaktion Russlands: Bei einem NATO-Manöver in Lettland hat ein B-52-Bomber der US- Air Force einen atomaren Erstschlag gegen Russland simuliert und zu diesem Zweck in unmittelbarer Nähe zur russischen Grenze mehrere „atomare Übungsbomben“ abgeworfen.

Am 23. Juni 2015 erschien dazu in der „New York Times“ ein Artikel unter dem namen „NATO Refocuses on the Kremlin, Its Original Foe“. Die Vorkommnissen in Lettland schildert die NYT wie folgt:

(…)

Nachdem sich die NATO jahrelang um Bedrohungen weit außerhalb ihrer Grenzen gekümmert hat, muss sie jetzt wieder Pläne zur Abwehr eines viel größeren und aggressiveren Feindes aus vergangenen Tagen machen – zur Abschreckung Moskaus. Diese seismische Verschiebung wurde auch in einem Militärmanöver in der ehemaligen Sowjetrepublik Lettland deutlich, die jetzt NATO-Mitglied an der Ostflanke des Bündnisses ist und direkt an Russland angrenzt.

Während des Manövers führten lettische Soldaten einen simulierten Angriff auf „feindliche Truppen“ durch, die sich in einem Kiefernwald eingegraben hatten; dabei wurden sie von zwei US-Erdkampfflugzeugen des Typs A-10 unterstützt[], die mit ihren 30 mm-Kanonen Feuerschutz gaben. (…) Zwei Tage vorher hatte ein über Funk von lettischen Bodentruppen angeforderter Bomber des Typs B-52 – gerade mal 180 Meilen vor der russischen Grenze – neun Übungsbomben abgeworfen[4].

Die Symbolik des Einsatzes der B-52, einer der wichtigsten Waffen des Kalten Krieges, ist sicher niemand entgangen. Hauptaufgabe dieser Bomber war es einmal, große sowjetische Truppenverbände durch einen Atomschlag auszuschalten; ihr
erstmaliger Einsatz über Lettland sollte Russland die Entschlossenheit der NATO demonstrieren, jede Invasion der ehemals sowjetischen Kriegsmaschinerie gegebenenfalls
mit allen Mitteln aufzuhalten.

„Wenn die Russen eine Gelegenheit zum Eingreifen wittern, werden sie diese zu ihrem Vorteil zu nutzen versuchen,“ erklärte der estnische Verteidigungsminister Generalleutnant Riho Terras, der kürzlich mit den 13.000 Soldaten seines winziges Landes ein eigenes Manöver durchgeführt hat. „Deshalb müssen wir sicherstellen, dass kein Raum für Missverständnisse bleibt.“

Die Übung in Lettland ist Teil einer ganzen Reihe von Manövern, die für die nächsten Monate geplant sind; damit soll demonstriert werden, dass die Allianz, die sich 25 Jahre um Probleme in fernen Ländern gekümmert hat, jetzt wieder dazu bereit ist, der von Russland ausgehenden Bedrohung entgegenzutreten.

Nachdem die Militärausgaben jahrelang reduziert wurden und Militäreinsätze nur außerhalb des NATO-Gebietes – vom Balkan, über Afghanistan bis zum Horn von Afrika – stattgefunden haben, muss sich das Bündnis nun wieder Planungen zuwenden, von denen Militärkommandeure und Politiker glaubten, sie gehörten längst der Vergangenheit an.

 

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1 KOMMENTAR

  1. Artikel Foto: Russische Bär mit einem Balalaika eilt zu Berliner Film Festival Berlinale 2016 🙂

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