Das litauische Fremdenverkehrsamt lädt US Reiseveranstalter ein, Litauen zu entdecken. Einfach der Bernsteinstraße folgen!

Voll ins Schwarze getroffen hatte das litauische Fremden- verkehrsamt in Kooperation mit dem Wirtschaftsministerium mit der Idee, sich auf der The New York Times-Reisemesse 2013 zu präsentieren. Auch das anschließende Seminar für Repräsentanten der Reisebranche kam in Washington gut an
Dr. Raimonda Balniene, Generaldirektorin des litauischen Fremdenverkehrsamtes unter dem Wirtschaftsministerium in Vilnius. Foto: Ann Charles
Dr. Raimonda Balniene, Generaldirektorin des litauischen Fremdenverkehrsamtes unter dem Wirtschaftsministerium in Vilnius. Foto: Ann Charles

Im Anschluss daran fand im majestätischen Mandarin Oriental-Hotel in Washington D.C. eine Sonderveranstaltung zu Reisemöglichkeiten in Litauen statt. Finden sie in diesem Artikel mehr heraus über Litauens Bernsteinstraße. Für allgemeine Reisetipps und das Wichtigste über Bernstein besuchen sie die Seite http://www.travel.lt.

Heutzutage, da der Tourismus im Baltikum boomt und Litauen die europäische Ratspräsidentschaft inne hat (01.07. – 31.12.2013), könnte die Botschaft nicht klarer sein: „Folgen sie einfach der Bernsteinstraße“, sagt auch GoBalticEurope. Die New York Times-Reisemesse 2014 wird vom 28.02. bis zum 02.03. im Jacob K. Javits Convention Center in New York stattfinden. Weitere Informationen werden folgen.

Das litauische Fremdenverkehrsamt bewirbt sowohl litauischen Bernstein selbst als auch die sogenannte Bernsteinstraße. Foto: Ann Charles
Das litauische Fremdenverkehrsamt bewirbt sowohl litauischen Bernstein selbst als auch die sogenannte Bernsteinstraße. Foto: Ann Charles

Laut dem litauischen Fremdenverkehrsamt ist „Litauischer Bernstein der einzige der Welt, der mit besonderen Heilkräften an Land gespült wird.

In Zeiten des römischen Reiches führte die Bernsteinstraße von Litauen nach Rom. Damals waren sich Händler und Reisende dieses Bernsteinlandes bewusst. Heute wird Touristen in Litauen angeboten, einen Teil der Bernsteinstraße entlangzureisen (www.balticamberroad.net), die sich fast 100 km entlang der Ostseeküste erstreckt. Auf diese Weise können die Besucher mehr über die Geschichte, Gewinnung, Verarbeitung und die speziellen Eigenschaften des Sonnensteins lernen.”

Weiterhin erklärte das litauische Fremdenverkehrsamt, dass „litauischer Bernstein viele Spurenelemente und andere wichtige Substanzen enthält. Dementsprechend wird er in der Welt geschätzt und nicht nur in der Kosmetik, sondern auch in der Medizin angewandt. Eine weitere einzigartige Eigenschaft litauischen Bernsteins ist, dass er als einziger Insekten sowie einst in Pinienharz gefangene Pflanzen- und Tiermaterie enthält. Litauischer Bernstein ist die einzige Sorte, die drei Elementen ausgesetzt war: Luft, Wasser und Erde.”

Als Mitglied der Welt-Tourismusorganisation (UNTWO), der UN-Behörde, die für die Förderung verantwortlichen, nachhaltigen und universell zugänglichem Tourismus‘ verantwortlich ist, wird Litauen beworben als das Land, in welchem die Bernsteinstraße beginnt. In den USA wird erwartet, dass Litauen und viele andere europäische Länder 2013/2014 auf diesen Zug aufspringen werden. Auch die UNWTO befürwortet die Bernsteinstraße.

Die in New York ansässige Firma Vytis Tours etwa, die seit 21 Jahren Touren in die Baltischen Länder organisiert, bewirbt ihre Bernsteinküstentour (12 Tage/11 Nächte) sowohl nach Lettland als auch nach Litauen. In Litauen schließt die Tour Vilnius, Trakai, Druskininkai, Kaunas, Juodkrante, Nida, Minja-Vente, Kleipeda, Palanga, Siauliai und den Berg der Kreuze ein, in Lettland unter anderem einen Besuch der Hauptstadt Riga und des Rundale Schlosses.

Weitere Informationen finden sie unter: http://www.vytistours.com.

In Vilnius bewirbt die Reiseführerin Vilija Turiene von der Agentur IN VIA die zehntätige „Baltisches Bernsteinland“-Tour mit großem Erfolg. Die Tour führt von Vilnius über Palanga, Nida und die Kurische Nehrung bis nach Riga, Tallinn und schließlich nach Helsinki. Damit bietet sie eine gute Möglichkeit, die Hauptstädte Estlands, Lettlands und Litauens kennenzulernen. Auf dieser Tour werden sie die bedeutendsten architektonischen Monumente und historischen Stätten besuchen, unter ihnen fünf anerkannte UNESCO Weltkulturerbestätten, vier Nationalparks, fünf der beliebtesten Badeorte des Baltikums sowie mit der Kurischen Nehrung ein anerkanntes Weltwunder.

Für mehr Informationen besuchen sie www. inviabaltic.lt oder schreiben sie an: [email protected].

Auch in Patrizia Schultz’ Bestseller “1000 Places To See Before You Die” (1000 Orte, die man gesehen haben muss, bevor man stirbt) werden litauische Weltkulturerbestätten behandelt. Foto: Ann Charles
Auch in Patrizia Schultz’ Bestseller “1000 Places To See Before You Die” (1000 Orte, die man gesehen haben muss, bevor man stirbt) werden litauische Weltkulturerbestätten behandelt. Foto: Ann Charles

Abgesehen von der Bewerbung des Bernsteins hat sich auch die Schwerpunktsetzung auf nationalen Kulturgüter des Landes, eine Fotoausstellung der bekanntesten Gesichter Litauens sowie die Möglichkeit, traditionelle litauische Gerichte in Washington D.C. probieren zu können, für das Fremdenverkehrsamt bezahlt gemacht. Nicht zu vergessen die unwiderstehliche Anziehungskraft von Bernstein, Litauens Baltischem Gold, der die amerikanischen Reiseveranstalter in seinen Bann zu ziehen schien. Ebenfalls fanden jene Gefallen an litauischem Bernstein-Vodka, -wasser und -käse.

Mehrere europäische Länder haben bereits Interesse bekundet, die Bernsteinstraße bewerben zu wollen. Wie die Welt-Tourismusorganisation es formulierte, könnte die Bernsteinstraße auf dem internationalen Tourismusmarkt konkurrieren. In der Tat sieht Litauen die Bernsteinstraße als möglichen Zugang zum globalen Tourismusnetzwerk. Zusätzlich führt die Stadt Palanga das Projekt „Baltische Bernsteinstraße, Erbe, Tourismus und Handel“ aus.

Was macht Litauen so besonders? Fragen sie nur Dr. Raimonda Balniene, Generaldirektorin des litauischen Fremdenverkehrsamtes in Vilnius. Für Landesunkundige schlägt sie das litauische Kulturerbe vor.

Laut Dr. Raimonda Balniene sind die beliebtesten Orte für ausländische Besucher die Altstadt von Vilnius, der litauischen Hauptstadt, die Kurische Nehrung und Kernau, eine archäologische Stätte, an der sich die mittelalterliche Lebensweise eines der letzten europäischen Bauernstaaten ablesen lässt. Ebenfalls besonders gefragt sind das litauische Kreuz-Handwerk und sein Symbolismus, der im Siauliai-Gebiet bewundert werden kann, sowie die litauischen Sänger- und Tanzfeste.

 

Hier zu sehen ist die Empfangshalle des Mandarin Oriental-Hotels in Washington D.C., wo das litauische Fremdenverkehrsamt die Ausstellung “Litauische Tourismus-Möglichkeiten” präsentierte. Foto: Ann Charles
Hier zu sehen ist die Empfangshalle des Mandarin Oriental-Hotels in Washington D.C., wo das litauische Fremdenverkehrsamt die Ausstellung “Litauische Tourismus-Möglichkeiten” präsentierte. Foto: Ann Charles

In Washington D.C. versandten das litauische Fremdenverkehrsamt und die litauische Botschaft der USA eine dekorativ anmutende Einladung, betitelt mit „Kaleidoskopisches Litauen” an Mitglieder des Reisegewerbes, Medienvertreter und andere Gäste. Neben Dr. Balniene erhob auch Simonas Satunas, stellvertretender Leiter der Mission/ Gesandter Botschaftsrat das Wort zu diesem Tourismus-Event.

Das litauische Fremdenverkehrsamt zeigte in Kooperation mit Via Conventus eine beachtliche Fotoausstellung einiger der bekanntesten Gesichter des Landes. Die Idee hinter der Ausstellung, deren Bilder auf Staffeleien präsentiert wurden, war auszudrücken, dass Litauen stolz auf diese Menschen ist; gleiches gilt sicherlich auch für die anwesenden Reiseveranstalter und andere geladene Gäste.

Neben den litauischen Medaillengewinnern der Olympischen Spiele 2012 wurden auch Fotos des litauischen Regisseurs, Dichters und Künstlers Jonas Mekas, auch bekannt als „Godfather des amerikanischen Avant-Garde-Kinos“, sowie der Opernsängerin Violeta Urmana gezeigt. Auch Arvydas Sabonis, pensionierter Profibasketballer, und der professionelle Tennisspieler Ricardas Berankis sind in der Sammlung berühmter Gesichter zu sehen.

Zusätzlich nahmen auch andere Prominente an der Veranstaltung teil, so etwa Juozas Statkevicius (Josef Statkus), einer der bekanntesten litauischen Mode- und Kostümdesigner. Auch Oskaras Korsunovas, Theaterregisseur, die häufig ausgezeichnete Tanzformation Zuvedra der Universität Klaipeda sowie Virgilijus Alekna, pensionierter Diskuswerfer, wurden gesehen.

Um die Liste der litauischen Superstars abzurunden, fanden sich auch einige Medaillengewinner der letzten Olympischen Spiele ein, so etwa Aleksandras Kazakevicius, litauischer Wrestler, der Kanut Jevgenijus Suklinas, Ruta Meilutyte, mit Gold ausgezeichnete Schwimmerin, Laura Asadauskaite, moderne Fünfkämpferin und der Boxer Evaldas Petrauskas.

Zu sehen sind die litauischen Medaillengewinner der Olympischen Sommerspiele in London 2012. Foto: BFL/ Tomas Luksys
Zu sehen sind die litauischen Medaillengewinner der Olympischen Sommerspiele in London 2012. Foto: BFL/ Tomas Luksys

Nach der Präsentation genossen die begeisterten Teilnehmer ein „Menü authentischer litauischer Küche“. „Auf einer kulinarischen Reise durch Litauen würden sie eine leckere nationale Küche entdecken, die vielerlei deftige Kartoffelgerichte beinhaltet (wie z.B. Cepelinai [Kartoffelklöße], Kartoffelpfannkuchen, Kugelis [eine Art Kartoffelauflauf] oder Vedarai [Kartoffelwürstchen]). Die Litauer selbst sind stolz auf ihre heimischen Gerichte, so wie zum Beispiel kalte Rote Bete-Suppe (Saltibarsciai), schwarzes Roggenbrot, Quark, Honig, Pilze, Speisen mit Hering und Butter aus saurer Sahne (Kastinis), die man nur dort probieren kann,“ so Dr. Balniene. Das litauische Trinkwasser wird als eines der saubersten in Europa gehandelt.

Medienvertreter und geladene Gäste des Ereignisses schätzten in jedem Fall die schön angerichteten litauischen Speisen: Unter den kulinarischen Attraktionen befanden sich sowohl dunkles Roggenbrot, Quark und der berühmte litauische Baumkuchen als auch litauisches Bier.

Der berühmte litauische Baumkuchen sieht nicht nur schön aus, er schmeckt auch gut. Foto: Ann Charles
Der berühmte litauische Baumkuchen sieht nicht nur schön aus, er schmeckt auch gut. Foto: Ann Charles

 

Text von Ann Charles | Übersetzung: Ruth Karner

GoBalticEurope

Original (Englische Sprache): The Lithuanian State Department of Tourism invites US travel agents to discover Lithuania. Just follow the Amber Road!

 

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