Die Litauer protestieren gegen Norwegens Kinderschutz-Politik

Einwanderer-Kinder stehen unter Norwegens Schutz

Vor der norwegischen Botschaft in Vilnius haben vergangenen Donnerstag mehrere Litauer gegen Norwegens Kinderschutz-Politik protestiert.

Die Kinderschutzorganisation Barnevernet hatte zuvor einige Kinder aus in Norwegen lebenden litauischen Familien in Obhut genommen.

Schuld an der Situation seien jedoch die Litauer selbst, vermutet die liberale Tageszeitung Lietuvos rytas:

“Laut den in Norwegen ansässigen Litauern werden die Kinder wegen Kleinigkeiten oder ganz ohne Grund von ihren Familien weggenommen. Die Familien jedoch, die ihre Kinder verloren haben und deswegen erschüttert sind, sagen wahrscheinlich nicht die ganze Wahrheit.

… Norwegen hat 1953 ein sehr strenges Kinderschutzgesetz verabschiedet, das jegliche physische und psychische Form der Bestrafung verbietet. In Norwegen sind drei Generationen herangewachsen, die wissen, dass man einem störrischen Kind keinen Klaps auf den Hintern geben darf – auch nicht leicht mit der Hand.

… Die Litauer müssen verstehen, dass sie sich an die Gesetze und die Ordnung des Landes, in das sie emigriert sind, halten müssen, ob sie das wollen oder nicht.”

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