Die Nato will ihre militärische Präsenz an der Ostgrenze verstärken. In Berlin wird deshalb ein Einsatz der Bundeswehr in Litauen geprüft. Dafür gab es im Kanzleramt Lob von einem Gast aus dem Baltikum.

Er sei “sehr froh” über die Nachricht, dass Deutschland sich im Baltikum militärisch stärker engagieren wolle, sagte der lettische Ministerpräsident Maris Kucinskis (im Artikelbild) nach seinem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Berliner Kanzleramt. Merkel hatte Medienberichte bestätigt, wonach die Bundesregierung ein stärkeres Engagement der Bundeswehr in Litauen prüft.

“Unsere östlichen Nachbarn müssen das Signal erhalten, dass Lettland fest in die Europäische Union und die Nato eingebunden ist”, erklärte Kucinskis.

“Und daran soll bitteschön niemand rütteln.” In Lettland herrsche Konsens darüber, dass sein Land “für immer” zur EU gehöre, betonte Kucinskis.

Gerade die baltischen Länder fürchten, dass der “große Nachbar” Russland ihre Westanbindung untergraben will. Daher bauen sie auf die Unterstützung der Nato.

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