Die Rückkehr des Kalten Krieges

Einige der besorgniserregendsten Ereignisse der letzten Monate waren mit Sicherheit die Unruhen in der Ukraine

Was vor über einem Jahr als eine optimistische, pro-europäische Protestbewegung begann, hat sich seitdem zu einem langen, nahezu endlos anmutenden Kampf zwischen Regierungstruppen und pro-russischen Separatisten entwickelt.

Während die Hauptregion in dem Konflikt das relativ kleine Gebiet um die Regionen Donezk und Lugansk sind, so scheint es nichtsdestotrotz das Symbol der zerrütteten Beziehungen zwischen dem Osten und dem Westen zu sein. Als Schlüsselfigur dieser gesamten Entwicklung hat sich die überlebensgroße Person von Wladimir Putin erwiesen.

 

Ein globaler Wandel

München: Ukraine Demonstration bei Demonstration gegen die Sichtheitskonferenz 1.2.2014 | Foto: Wikimedia
München: Ukraine Demonstration bei Demonstration gegen die Sichtheitskonferenz 1.2.2014 | Foto: Wikimedia

In der Folge der ukrainischen Revolution hat sich der russische Präsident als überaus handlungsschnell erwiesen, um stärkeren Einfluss in der Region zu gewinnen. Neben der Tatsache, dass er dem gestürzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch Asyl und Schutz gewährte, befahl er seiner Armee eine Blitzoffensive auszuführen, um die logistisch und ideell wichtige Halbinsel der Krim einzunehmen.

Den Separatisten im Osten der Ukraine wird darüber hinaus bereits seit Beginn des Konfliktes nachgesagt militärische Unterstützung von Putin zu erhalten, trotz dessen wiederholter Bestreitung aller Vorwürfe aktiv an der Entwicklung beteiligt zu sein.

Die mutmaßliche Strategie heimlich die Geschicke der Separatisten zu leiten und zu unterstützen, passt sich perfekt in die Befürchtungen des Westens ein, dass Putin danach strebt die russische Dominanz in Osteuropa wieder aufleben zu lassen. Und angesichts des verstärkten Widerstandes, den die NATO diesen Unternehmungen entgegensetzt, gibt es nicht wenige, die einen neuen Kalten Krieg befürchten.

Darüber hinaus könnten die Spannungen auch Ausdruck eines umfassenderen, globalen Machtwandels sein, welcher sich angesichts des Aufstiegs neuer wirtschaftlicher Supermächte wie China und Indien immer stärker abzeichnet und das gesamte Kräfteverhältnis der internationalen Politik verändern könnte. Gerade angesichts dieser neuen Entwicklungen wird Putin äußerst bedacht darauf sein, an seinem Erbe als Verantwortlicher für den wiedergewonnen Einfluss Russlands in der Welt zu arbeiten.

 

Osteuropäische Gefahr

Vladimir Putin | Foto: Wikimedia
Vladimir Putin | Foto: Wikimedia

Gleichwohl der Fokus der Öffentlichkeit auf die Geschehnisse in der Ukraine gerichtet ist, so sind durchaus auch subtilere Entwicklungen zu erkennen, die vermuten lassen, dass Putin darüber hinaus auch koloniale Ambitionen hinsichtlich der einstigen Sowjetrepubliken hegt.

Seit dem Zusammensturz der UDSSR in 1991 haben die Staaten im Osten Europas entspannte, liberale und westliche Haltungen entwickelt, die es Ländern wie Estland sogar ermöglicht haben zu einer Art Paradies für Vergnügungshungrige zu werden, beispielsweise mit einer Reihe an Kasino-Ressorts, die Kapital aus dem boomenden öffentlichen Durst nach Online-Gaming-Angeboten wie bei Royal Vegas Casino schlagen wollen. Die Hoffnung, die mit dieser neugewonnen Freiheit einherging, war, dass diese Länder sich eine breitere wirtschaftliche Infrastruktur aufbauen könnten.

Allerdings haben besonders die baltischen Staaten Lettland, Litauen und Estland allesamt den Einfluss und Druck Putins in den letzten Monaten gespürt. Im September letzten Jahres wurde etwa ein estnischer Grenzbeamter Berichten nach in der Nähe der Grenze zu Russland von russischen Geheimdienstmitarbeitern entführt. Außerdem ist eine verstärkte Rhetorik aus Moskau zu hören, die darauf abzielt Unmut bei den russischen Minderheiten in den baltischen Staaten zu erzeugen.

Und angesichts eines russischen U-Boots, welches mehreren Berichten zufolge vor Kurzem vor der schwedischen Grenze gesichtet wurde, sowie eines russischen Flugzeuges, das im Januar den britischen Luftraum umgangen ist, erscheint nicht ausgeschlossen, dass der Kalte Krieg kurz vor einer Rückkehr steht.

 

von Claudia Borlich

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4 KOMMENTARE

  1. …ein Paradies fuer Vergnuegungssuechtige…..der Artikel ist ein dermassen Mist aus dem Hause Springer, das die baltische Rundschau einem fast leid tun kann. Dafuer scheint sich kein “Journalist” zu bloede zu sein. Hauptsache es gibt Geld fuer Hetze gegen Putin.

    • Das mit den Casinos in Verbindung einer “neuen Freiheit” ist schwach. Man hätte stattdessen auch Bordelle oder sonstige “Vergnügungsstätten” aufschreiben können. Hetze gegen Putin konnte ich nicht entdecken (auch nach mehrmaligem Lesen). Die Autorin ging in diesem Falle sehr behutsam mit dem Thema um, was ich nur begrüssen kann.
      Wenn man sich die Amerika-feindliche, ja schon fast beleidigende Ausdrucksweise in den russischen Medien betrachtet, hebt sich dieser Report recht wohltuend ab.

  2. Ich kann mir gar nicht vorstellen das die Bürger diesen krankhaften Mist auch nur ansatzweise glauben.
    Dieser Artikel ist nicht von einem Journalisten sondern von einem kleinen dummen Schreiberling verfasst worden . Höchstwahrscheinlich mit Dollars bezahlt.

    • Und da haben wir ihn wieder, jenen “Linken”, der selbst in Hitler einen Heilsbringer sehen würde, würde er sich gegen die Vereinigten Staaten auflehnen (hatte er es nicht auch getan?). Es scheint, dass die politischen Rollen gewechselt haben. Die “Linken” propagieren den “heiligen” Putin, wie es auch der FN (Frankreich), die NPD (Deutschland), die “Goldene Morgenröte” (Griechenland) tut. Ja, das sind alles freie Europäer, die um das “Wohl des Abendlandes” besorgt sind (siehe Pegida). Es ist doch schön, wenn sich jemand sorgt und gegen den überaus “schädlichen” Amerikanischen Einfluss auflehnt. NSA statt Krim. Merkels Handy statt Nemzovs Tod. Klasse, wie das “aufgerechnet” wird.
      Wozu Demokratie, wenn es doch einen charismatischen Führer gibt, und welch Vorteil, dass er auch noch aus einem so tollen fortschrittlich demokraturischem Land wie Russland kommt. Ihn als Führungskraft in Europa, und man selbst braucht nicht mehr zu denken. Ist doch toll, nicht?

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