Ein gutes Geschäft: Lettischer Staat verkauft seine Kinder

Rund 170 Kinder sind in Lettland im Jahr 2013 zur Adoption ins Ausland vermittelt worden, das geht aus aktuellen Zahlen des Sozialministeriums hervor.

Damit hat sich die Zahl im Lauf von fünf Jahren etwa verdoppelt. Beunruhigt ob dieser Entwicklung ist die liberale Tageszeitung Diena und wirft dem Staat vor, die Kinder aus finanziellen Gründen ihrem Umfeld zu entreißen:

Die Vermittlung von Adoptivkindern läuft in Lettland wie ein gutes Geschäft. Staatliche Organisationen stellen das ‚Produkt‘ der Vermittlerorganisation zur Verfügung, sie organisieren ‚Shopping-Touren‘ und im Fall einer Zusage werden die Dokumente schnell zusammengestellt. Kleine Kinder ohne elterliche Fürsorge, die meistens schon in Pflegefamilien leben, werden innerhalb weniger Tage abgerissen wie eine Blume. Das Kind wird mit Süßigkeiten und Versprechungen verführt und gehört bald zum Eigentum der Familie, schließlich hat diese viel Geld in das Kind investiert.

… Der Staat will diese Kinder nicht in unsere Gesellschaft integrieren, sondern sie so schnell wie möglich los werden – egal, wie. Das Kind ist eine unnötige Belastung und stört die Optimierung des Haushaltes.

 

Die Baltische Rundschau | Online-Redaktion

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