Acht Tage vor dem ersten WM-Spiel kommt das Eishockey-Nationalteam in Genf gegen Lettland zu einem Erfolgserlebnis. Die Schweizer besiegen Lettland 2:1 nach Verlängerung

In einer teils attraktiven, teils zähen Partie besiegt die Schweizer Nationalmannschaft Lettland mit 2:1 Treffern, wobei Eric-Ray Blums Siegtreffer erst in der Verlängerung fiel.

Die Schweizer Nationalmannschaft kann somit das erste von zwei Duellen innert Tagesfrist gegen den Gruppengegner der Schweiz an der kommenden WM in Russland für sich entscheiden und für das Direktduell der beiden Teams im Ice Palace in Moskau in 12 Tagen Moral tanken. Wie erwartet standen dabei mitunter die Torhüter im Mittelpunkt: Bei den Letten im Tor spielte Playoff-Finalist und Luganesi Elvis Merzlikins, der sich mit dem Schweizer Hüter Robert Mayer, er in Diensten des GSHC, zuletzt am 26. März 2016 im Playoff-Halbfinal zwischen Genf und Lugano in der Les Vernets-Halle duellierte, damals gewann der Lette mit Lugano 3:2 nach Verlängerung.

Das erste Highlight der Partie war ein kerniger Check vom lettischen NHL-Söldner Zemgus Girgensons in der 5. Minute, ein symptomatischer Beginn für die physisch robusten und wuchtigen Osteuropäer. Der Center der Buffalo Sabres war dann in der 7. Spielminute auch für die erste wirklich gute Torchance zuständig, allerdings scheiterte er alleine geklärt vor Robert Mayer. Danach rissen die Schweizer hingegen das Spieldiktat an sich und dominierten das Geschehen. Der Lohn dafür kam alsbald: Andres Ambühl, anscheinend mit der Scheibe das Tor umkurvend, passte backhand zurück in den Slot, wo Denis Hollenstein Merzlikins zur verdienten Schweizer Führung in der 10. Minute bezwingen konnte.

Die Letten brillierten in dieser Phase in erster Linie durch kraftvolles Körperspiel und durch Konter, einen solchen musste Robert Mayer in der 11. Minute gegen Roberts Bukarts in grösster Not abwehren. Ansonsten hatten die Schweizer die besseren Torchancen, so auch in der 15. Spielminute gleich zwei Mal durch Gaetan Haas de suite, er scheiterte aber am glänzend reagierenden Merzlikins.

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Schweiz – Lettland 2:1 (1:0, 0:1, 0:0, 1:0) n.V.

Genf. – 3278 Zuschauer. – SR Mollard/Wiegand, Fluri/Kaderli. – Tore: 9. Hollenstein (Ambühl) 1:0. 32. Siksna (Kulda) 1:1. 63. (62:51) Blum (Ambühl, Yannick Weber) 2:1. – Strafen: je 2mal 2 Minuten.

Schweiz: Robert Mayer; Félicien Du Bois, Geering; Yannick Weber, Blum; Schneeberger, Grossmann; Loeffel; Marc Wieser, Abbühl, Hollenstein; Gregory Hofmann, Gaetan Haas, Simon Moser; Andrighetto, Walser, Schäppi; Walker, Trachsler, Tristan Scherwey; Martschini.

Lettland: Merzlikins; Siksna, Galvins; Cibulskis, Sotnieks; Maksims Sirokovs, Freibergs; Janis Andersons, Arturs Ozolins; Meija, Girgensons, Daugavins; Redlihs, Dzerins, Bukarts; Abols, Bicevskis, Kulda; Aleksejs Sirokovs, Pavlovs, Skvorcovs.

Bemerkungen: Schweiz ohne Zurkirchen (Ersatztorhüter), Bertschy, Berra, Bieber, Christian Marti, Untersander, Dino Wieser (alle überzählig), Diaz und Niederreiter (beide noch nicht eingerückt). – Pfostenschüsse: Simon Moser (15.), Gregory Hofmann (19.), Martschini (30.). – Schüsse: Schweiz 34 (10-14-8-2); Lettland 23 (7-6-8-2). – Powerplay-Ausbeute: Schweiz 0/2; Lettland 0/2.

 

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