Estland darf Flüchtlinge nicht stigmatisieren

Muslimische FrauDie estnische Regierung erwägt, auf dem Gelände des Tallinner Gefängnisses eine Empfangs- und Ausweisungszentrale für Asylbewerber einzurichten. Das Online-Portal Delfi hält das für eine gefährliche Haltung, welche die Fremdenfeindlichkeit anfeuert: „Die Geschichte verleiht dem unfreundlichen Ton dieser Nachricht den passenden Rahmen: 14,5 Prozent der Einwohner Estlands sind außerhalb der heutigen EU-Länder geboren – damit liegt Estland unter den 27 EU-Staaten auf dem ersten Platz. … Vergleicht man die Haltung Estlands mit der anderer Länder, fallen wir ganz klar mit unserer Verschlossenheit auf. Deutschland hat seine Türen für Tausende Flüchtlinge aus Syrien geöffnet. Ganz zu schweigen von anderen Nato-Ländern, die beim Verlassen einer Konfliktregion ihre lokalen Helfer mitnehmen. So betrachtet schwimmt Estland gegen den Strom. Es schickt auch Menschen ins Gefängnis, die aus Angst vor politischer Verfolgung aus ihrer Heimat geflohen sind.“

Quelle: http://www.eurotopics.net (13.05.2013)

Symbolfoto: © Siebert

 

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