Estlands Rundfunk: Zu viele Terror-Eilmeldungen schüren Panik

A man carries two children after panic broke out among mourners who payed their respect at the attack sites at restaurant Le Petit Cambodge (Little Cambodia) and the Carillon Hotel in Paris, Sunday, Nov. 15, 2015. Thousands of French troops deployed around Paris on Sunday and tourist sites stood shuttered in one of the most visited cities on Earth while investigators questioned the relatives of a suspected suicide bomber involved in the country's deadliest violence since World War II. (AP Photo/Peter Dejong)

Zu viele Terror-Eilmeldungen schüren Panik

In der Berichterstattung über den Terror überbieten sich die Medien mit Eilmeldungen, die kaum zur Klärung der Lage beitragen, klagt das Onlineportal des estnischen Rundfunks ERR:

Manchmal müssen wir inne halten und uns fragen, ob der Wettlauf zwischen den Redaktionen – und vor allem zwischen den Onlineredaktionen mit ihren schnellen Redaktionsabläufen – jemandem nützt. Bringt sie uns selbst voran und insbesondere auch unser Publikum, demgegenüber wir eine Verantwortung tragen? Danach müssen wir uns richten, dem Gewinnstreben zum Trotz. Dies gilt besonders für Zeiten, wo in vielen europäischen Ländern Nervosität herrscht. Was ist unsere ethische Pflicht gegenüber unseren Lesern, Zuhörern oder Zuschauern – mehr Öl ins Feuer zu gießen oder den Menschen die Geschehnisse besser verständlich zu machen?

 

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