EU-Kommission sieht „ukrainischen Marshallplan“ skeptisch

EU-Kommission sieht „ukrainischen Marshallplan“ skeptisch

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Der EU-Kommissar für Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen, Johannes Hahn, hat sich nach Angaben der Zeitung „Ukrainskaja Prawda“ skeptisch über den neuen „Marshallplan“ für die Ukraine geäußert.

Hahn erhielt den Plan nach eigenen Angaben vom litauischen Außenminister Linas Linkevicius. Er zog jedoch dem Blatt zufolge die Zweckmäßigkeit eines solchen Plans in Zweifel.
Heute spreche man überall von Marschallplänen – sei es für die Ukraine, Afrika oder irgendein anderes Land, so der EU-Kommissar. Es verwies dabei auf eine „Inflation der Marschallpläne“.
Europa ist laut Hahn bereit, der Ukraine finanziell beizustehen. Dafür müsse Kiew aber bestimmte Bedingungen erfüllen. Das Vertrauensniveau gegenüber der Ukraine sei allerdings nicht gerade hoch.

Statt des Marshallplans warb der EU-Kommissar dem Blatt zufolge für die Erhöhung der Attraktivität der Ukraine für Investoren. Das Land liege nämlich in einem entsprechenden Ranking nur auf Platz 80.

Der „Marshallplan“ für die Ukraine wurde Medienberichten zufolge von Litauen entworfen. Er sieht vor, dass alle EU-Länder Finanzhilfen für die Ukraine leisten. Kiew erhofft sich daraus fünf Milliarden Euro jährlich.

 

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