Finnland: Mit dem Nokia N1 kehrt die klangvolle Marke “Nokia”

Die Finnen nicht gänzlich aus dem Privatkundengeschäft mit Mobilgeräten zurückziehen

Der finnische Telekommunikationskonzern Nokia hat am Dienstag ein Tablet vorgestellt und damit erstmals seit dem Verkauf der Handysparte an Microsoft wieder ein Mobilgerät im Angebot

“Nokia hat nur seinen Namen, die Benutzeroberfläche und das Design für das vom chinesischen Unternehmen Foxconn produzierten Tablets in das Projekt gesteckt. Die Technik, Fertigung und den Verkauf verantwortet der chinesische Auftragshersteller. Das ist ein von vielen Marken praktiziertes Verfahren. Warum sollte es nicht auch für Nokia gut sein? Nokia zählt noch immer zu den hundert weltweit bekanntesten Marken und sollte die Verbraucher seinen Namen nicht vergessen lassen. Zwar ist der Wettbewerb auf dem Tablet-Markt ausgesprochen hart. Aber Nokia kann hier durchaus mitspielen, denn es hat nichts zu verlieren.”,

– meint die liberale Tageszeitung Karjalainen

 

Das Nokia N1 erinnert stark an das Apple iPad mini

Nokia N1
Nokia N1

Das Nokia N1 wird inklusive Android 5.0 Lollipop in den Farben “Natural Aluminium” und “Lava Gray” ausgeliefert. Als Besonderheit ist auf dem Gerät auch die von Nokia entwickelte Software Nokia Z Launcher installiert. Die neue Home-Startbildschirm-App soll das Finden der aktuell benötigten Applikation für die gewünschte Aufgabe besonders einfach machen. Dazu muss man einfach nur den Anfangsbuchstaben einer App auf das Display zeichnen. Außerdem lernt der Nokia Z Launcher, welche Apps der Anwender häufig aufruft und präsentiert ihm diese künftig immer dann, wenn er sie gerade braucht.

Das Nokia N1 wird laut Angaben von Nokia zunächst in China auf den Markt kommen. Später dann auch in anderen Ländern. Den Preis gibt der Hersteller mit 250 US-Dollar (etwa 200 Euro) plus Steuern an.

Mit dem Nokia N1 kehrt die klangvolle Marke “Nokia” damit zumindest auf den Tablet-Markt zurück. Die bisherigen Nokia-Lumia-Smartphones verkauft Microsoft nach der Übernahme der Smartphone-Sparte von Nokia unter der Bezeichnung Microsoft Lumia. Smartphones darf Nokia gemäß dem Deal mit Microsoft vorerst nicht herstellen. Da ist es nur konsequent, dass sich die Finnen in einem anderen boomenden Markt engagieren.

 

[divider]Die Ausstattung des Nokia N1[/divider]

 

  • 7,9 Zoll-Display mit 2048 x 1536 Pixeln (4:3), Gorilla Glas 3
  • Intel 64-Bit Atom Prozessor Z3580 (2,3 GHz, 4 Kerne)
  • 2 GB DDR-Arbeitsspeicher
  • 32 GB interner Speicher
  • Grafik: PowerVR G6430 (533 MHz)
  • Hauptkamera: 8 MP mit Autofokus
  • Frontkamera: 5 MP
  • Sensoren: 6-Achsen Gyro- und Beschleunigungssensor
  • Gehäuse: Unibody-Design mit Aluminium
  • WLAN 802.11 a/b/g/n/ac; Dual-Channel (2,4 GHz & 5 GHz)
  • Bluetooth 4.0
  • Akku: 5300 mAh
  • Größe: 200,7 x 138,6 x 6,9 Millimeter
  • Gewicht: 318 Gramm

 

Ansprechende Performance

Wie auch das Tablet von Apple ist das nur 6,9 Millimeter dünne Nokia N1 7,9 Zoll groß. Das Display löst mit 2048 mal 1536 Bildpunkten auf – eine weitere Gemeinsamkeit mit dem Apple-Device. Im Inneren versteckt sich ein Quad-Core-Prozessor mit einer 2,4-Gigahertz-Taktung. Der 64-Bit-Prozessor wird von zwei Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt. Die Hardware sollte eine mehr als solide Performance ermöglichen.

Fans von Schnappschüssen dürften ebenfalls zufrieden sein: An der Rückseite verfügt das 318 Gramm schwere Nokia N1 über eine 8-Megapixel-Kamera, an der Front sind es 5 Megapixel. Um die Bilder oder auch Videos zu speichern, stehen 32 Gigabyte interner Speicher zur Verfügung. Der Akku fasst 5.300 Milliamperestunden.

 

Neue Benutzeroberfläche und seitenneutraler USB-Port

Entgegen der Erwartung kommt das Nokia N1 mit einem Android-Betriebssystem (5.0 Lollipop) und nicht mit der Windows Phone-Software. Zwecks Usability hat Nokia eine eigene Bedienoberfläche entworfen: den sogenannten Z Launcher. Die im Vergleich aufgeräumter wirkende Oberfläche soll den Nutzern zudem eine einfachere Bedienung von Apps und Co. ermöglichen.

Eine erfrischende Besonderheit ist auch der USB-Anschluss des Tablets: Verbaut ist eine seitenneutrale Type-C-Buchse – es macht keinen Unterschied, wie herum der User einen Stick oder sonstiges Gerät an das Nokia N1 anschließt.

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