Finnland: Neuwahlen helfen auch nicht weiter

Am Freitag muss sich die finnische Regierung unter Premier Alexander Stubb einem Misstrauensvotum stellen

Da seine Koalition im Parlament nur über eine hauchdünne Mehrheit von zwei Stimmen verfügt, ist ein Sturz der Regierung durchaus möglich.

Damit wäre Finnland nicht geholfen, kritisiert die liberale Tageszeitung Kaleva:

„Die Vertrauensabstimmung wegen der schlechten Wirtschaftsentwicklung und der steigenden Arbeitslosigkeit ist sicher begründet, allerdings trägt die Regierung nicht die alleinige Schuld. Das Wirtschaftswachstum ist in der ganzen EU schlecht. Und ein Sturz der Regierung ist keine vernünftige Lösung für Finnlands Wirtschaftsprobleme, im Gegenteil: Vorgezogene Wahlen bringen das politische Leben noch weiter durcheinander und bremsen die Entscheidungsfähigkeit. Anstatt im Porzellanladen zu toben, sollte sich die Opposition vor den Parlamentswahlen am 19. April 2015 auf ein Konzept für nötige wirtschaftspolitische Maßnahmen konzentrieren.“

Die Baltische Rundschau | Online-Redaktion
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