Großteil der Menschen starben augenblicklich beim Einbruch des Daches im Einkaufszentrum Maxima in Riga

Als Folge des Einsturzes von Wänden und dem Dach des Einkaufszentrum Maxima am 21. November in Riga kamen insgesamt 54 Menschen ums Leben. 13 werden noch immer vermisst.

Beim Einbruch des Daches im Einkaufszentrum trat der Tod für die Verunglückten augenblicklich ein, so der Innenminister Lettlands Rihards Kozlovskis.

„Untersuchungen von Gerichtsmedizinern zufolge kamen die meisten unter den Trümmern des Maxima im Stadtteil Zolitude noch sofort im Moment des Einsturzes ums Leben“, sagte Kozlovskis im Interview mit dem TV-Sender TV3.

 

Wie sich die Tragödie abspielte

Die Wand und das Dach des Einkaufszentrum der Kette Maxima brachen am Donnerstagabend auf einer Gesamtfläche von 1500 Quadratmetern ein. Am Samstag, während der Durchführung von Rettungsarbeiten, kam es zu einem zweiten Einbruch von Teilen des Daches. Dabei kam jedoch niemand zu Schaden.

In Folge des Unglücks kamen im Ganzen 54 Menschen um, darunter drei Rettungsarbeiter. Rigas Bürgermeister hatte verkündet, dass sich unter den Trümmern noch immer bis zu 16 Personen befinden könnten und 29 Menschen ins Krankenhaus zur Behandlung gebracht wurden. Es werden 13 Vermisste gezählt.

Am Sonntagabend verkündete die Staatssekretärin des Innenministeriums Lettlands Ilze Petersone-Godmane, dass die Rettungsarbeiter praktisch bereits das gesamte übriggebliebene Territorium des Einkaufszentrums durchsucht haben.

„Die Chancen noch Lebende zu finden liegen unter 0,1 Prozent, da das “Territorium vor dem zweiten Einbruch bereits kontrolliert worden ist. Die Sucharbeiten werden lediglich deswegen durchgeführt, um hundertprozentige Gewissheit zu haben“, sagte die Staatssekretärin des Innenministeriums.

 

 Wieso das Dach einstürzte

Die lettische Polizei befragte rund 100 Personen im Zuge des strafrechtlichen Verfahrens, das nach Kollaps des Daches vom Einkaufszentrum Maxima in die Wege geleitet wurde, berichtete Kozlovskis.

„Bisher wurden 107 Menschen befragt, Zeugen und Beteiligte des Bauprozesses, Projektleiter und Bauarbeiter der ersten und zweiten Baustufe. 58 Gutachten wurden erstellt und 100 Säcke an Beweismaterial konfisziert“, sagte Kozlovskis im Interview des Programms „Nichts Persönliches“ auf dem Sender TV3.

Genauso versprach er, die Schuldigen zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen.

Die Polizei untersucht derzeit drei verschiedene Versionen was die Ursache der Tragödie in Riga angeht, teilte zuvor der Polizeichef Lettlands Int Kjuzis. Die erste Theorie ist mit Verstößen bei Planung und Überwachung des Gebäudes verbunden, die zweite mit dem Gebäudebau selber und die dritte Vermutung liegt in der Lagerung von Baumaterial auf dem Gebäudedach – was den Einsturz hätte provozieren können.

Die Polizei ist ebenso in Besitz von Informationen dass vor der Tragödie ein Feueralarm im Gebäude ausgelöst wurde.

 

Übersetzung | Quelle: 

Die Baltische Rundschau | Online-Redaktion
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