Hollande spaltet sein Land wegen Homo-Ehe

CSD-Tage in Mannheim, CSD-ParadeFrankreichs Präsident François Hollande muss die Proteste gegen die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe ernst nehmen, meint Philosoph Thibaud Collin in der linksliberalen Tageszeitung Le Monde: “Warum lehnen sich so viele Menschen gegen einen Gesetzesvorschlag auf, der ihr tägliches Leben und ihre Rechte nicht im geringsten beeinträchtigt? Es ist das Gefühl der Ungerechtigkeit angesichts eines Gesetzes, das Abstammungsfragen komplett neu regelt und bestimmten Kindern Vater oder Mutter vorenthält. Um die Aufregung nachvollziehen zu können, muss man sich eingestehen, dass einige Themen (der Tod, das Schenken von Leben, zwischenmenschliche Beziehungen), die zu politischen Debatten werden, in der Intimität verwurzelt sind, nicht nur der des einzelnen Menschen, sondern auch der des Volks. … Der Präsident würde Weitblick beweisen, wenn er dafür sorgte, dass dieser tiefgreifende Widerstand nicht mit Verachtung gestraft wird. Er hat seinem Vorgänger immer vorgeworfen, dass er das Land spaltet und mit Brutalität regiert. Nun ist der Moment gekommen, da er diese Empörung richtig bewerten und kanalisieren muss.”

Quelle: http://www.eurotopics.net vom 15. Januar 2013

Symbolbild: © Siebert

 

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