Kirchentag in Stuttgart mit baltischer Beteiligung  

 

Mit einem Open-Air-Gottesdienst, der von 95 000 Menschen besucht wurde, ist am ersten Sonntag im Juni der 35. Evangelische Kirchentag in Stuttgart zu Ende gegangen.

Vom 3. bis 7. Juni trafen sich rund  97 000 Dauerbesucher und zusätzlich 37 000 Tagesgäste in der Baden-Württembergischen Landeshauptstadt zu dem alle zwei Jahre stattfindenden Glaubensfest.

Unter dem biblischen Leitwort aus dem 90. Psalm „… damit wir klug werden“ ” fanden rund 2 500 Veranstaltungen statt. Wobei der Kirchentag immer beides ist, geistliche Zusammenkünfte mit Singen, Beten und Bibelstudium so wie auch politische Diskussionen und soziales Gewissen der Nation und der globalisierten Welt. Gleichzeitig gab es zahlreiche kulturelle Angebote von Konzerten über Theateraufführungen bis hin zur Straßenmusik, davon alleine 375 Bläsergruppen die die Stadt überall mit ihren Lieder erfüllten. Der Kirchentag „ist kein binnenkirchliches und kein binnenländisches Ereignis“ so die Generalsekretärin des Kirchentages Ellen Ueberschär. Mehr als 5000 Menschen kamen aus dem Ausland. Ein wichtiger Teil des Kirchentages sind die Ausstellungs- und Informationsstände  von Gruppen, Kirchen und Vereinen auf dem sogenannten Markt der Möglichkeiten.

An eigenen Ausstellungsständen präsentierten sich dort auch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Lettland ebenso wie die Evangelisch-Lutherische Kirche in Litauen und die Deutsche Gemeinde in Estland, die von Pfarrer Matthias Burghardt geleitet wird. Er heißt gerne alle Gruppen und Einzelreisenden, die Estland besuchen, in Tallin herzlich willkommen.

Der Anteil der Protestanten an der Gesamtbevölkerung von Estland liegt bei etwa 25 Prozent. In Lettland gibt es circa 15 Prozent evangelische Christen. Aktiv am Gemeindeleben in den 300 Kirchgemeinden der Evangelisch Lutherischen Kirche Lettlands beteiligen sich aber nur 10 Prozent der 430 000 Lutheraner. Der Anteil der Protestanten in Litauen ist gering. Von den  etwa 30 000 Lutheraner, sind 20 000 eingetragene Mitglieder der Lutherischen Kirche Litauens.

Am Ende des Abschlussgottesdienstes luden der Berliner Landesbischof Markus Dröge und die nächste Kirchentagspräsidentin Christina Aus der Au zum 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag in zwei Jahren, vom 24. bis 28. Mai, nach Berlin und Wittenberg ein. Dieses Ereignis ist der Höhepunkt des 500 jährigen Reformationsjubiläums im Jahr 2017.

 

Freier Journalist aus Berlin

 

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