Korruptionsskandal: Russland weist Anschuldigungen seiner Beteiligung an Waffenlieferungen an das griechische Verteidigungsministerium zurück

Der russische Rüstungskonzern Rosoboronexport hat am Sonntag seine Beteiligung an Waffenlieferungen an das griechische Verteidigungsministerium in den Jahren 1996 bis 2002 dementiert, um die unlängst ein Korruptionsskandal ausgebrochen ist.

Laut griechischen Medien werden mehrere große Waffenproduzenten und -exporteure, darunter auch russische Firmen, verdächtigt, in die unsauberen Lieferungen an das griechische Verteidigungsministerium verwickelt gewesen zu sein. In einigen dieser Medien wurden zum Beweis Dokumente veröffentlicht.

Unter den Unternehmen, die an den obskuren Rüstungsgeschäften beteiligt gewesen sein sollen, wurden die Howaldtswerke Deutsche Werft AG (HDW), die brasilianische Firma Embraer, der schwedische Konzern Ericsson sowie die russischen Unternehmen KBP und Rosvooruzhenie erwähnt. Das letztere wurde später in Rosoboronexport umgewandelt.

Wie Rosoboronexport in einer Mitteilung seines Pressedienstes betont, haben das Unternehmen und die Institutionen, auf deren Basis dieses staatliche Exportunternehmen gegründet worden war, darunter auch Rosvooruzhenie, mit den in den Medien erwähnten Lieferungen von Panzerabwehrsystemen Kornet-E und Fla-Raketensystemen Ossa nicht zu tun.

Die Systeme Kornet-E waren 2000 bis 2012 in Übereinstimmung mit dem russischen Recht gemäß einem Vertrag mit einem russischen Subjekt der militärtechnischen Zusammenarbeit geliefert worden, hieß es. Die Systeme Ossa seien als Resultat von Veräußerung des Eigentums der Nationalen Volksarmee der DDR durch die bundesdeutsche Regierung an Griechenland geliefert worden.

Auf Rosoboronexport entfallen heute mehr als 80 Prozent der russischen Waffen- und Militärtechnik-Exporte. Das Unternehmen kooperiert mit mehr als 700 Institutionen des russischen militärisch-industriellen Komplexes.

 

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