Lettland verschleppt Aufklärung von Dacheinsturz

Vor einem Jahr sind beim Dacheinsturz eines Supermarktes in Riga 54 Menschen ums Leben gekommen

Das Internetportal Tvnet analysiert die Aufarbeitung des Unglücks:

„Es war das größte Unglück seit der Unabhängigkeit Lettlands 1991 und eine der größten Tragödien in europäischen Bauobjekten in den vergangenen 20 Jahren. … Das Gebäude hat sogar den lettischen Architekturpreis erhalten. Kein Preisträger ist bis jetzt vor die Öffentlichkeit getreten, keiner hat sich entschuldigt. … Der Staat hat nach der Katastrophe die Geschäfte des größten Bauunternehmers Re&Re nicht gestoppt und sie arbeiten tüchtig weiter an den wichtigsten Bauprojektes des Landes [Rigaer Schloss, Nationalmuseum]. … Der Generalstaatsanwalt benennt nicht die Schuldigen und die Kriminalpolizei scheint auch keine Eile zu haben. … Das Parlament gründet erst ein Jahr nach der Katastrophe eine Untersuchungskommission. Auf die Frage, wer genau Schuld ist, haben bis jetzt nur das an der Tragödie beteiligte Bauunternehmen und der Rigaer Bürgermeister geantwortet: Für sie trägt der Staat die Schuld.“

 

Links:

Lettland: In Riga bricht Einkaufszentrum zusammen, dutzende Opfer. Zahl der Toten auf 54 gestiegen

Großteil der Menschen starben augenblicklich beim Einbruch des Daches im Einkaufszentrum Maxima in Riga

Die Baltische Rundschau | Online-Redaktion
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