Lettland will sowjetische Orden verbieten

Siegestag in LettlandDer Abgeordnete des lettischen Parlaments und ehemalige Justizminister Gaidis Bērziņš vergleicht den Kommunismus mit dem Nationalsozialismus und hält es für notwendig, das öffentliche Tragen von sowjetischen Orden und Medaillen aus dem Großen Vaterländischen Krieg (1941-1945) zu verbieten.

„Ich sehe keinen Unterschied zwischen den Verbrechen des totalitären Kommunismus und des Nazismus. Darüber wurde bereits auf der Ebene Europas bzw. des Europarates viel diskutiert“, sagte Berzins am 12. April in Riga bei einem Pressegespräch, berichtet russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Ehemaliger Justizminister Gaidis Bērziņš
Ehemaliger Justizminister Gaidis Bērziņš

Bērziņš ist Mitglied der rechtsextremen Partei „Alles für Lettland“ (“Visu Latvijai”), die der lettischen Regierungskoalition angehört. Die Parlamentsabgeordneten von dieser Partei unterstützen die ehemaligen Waffen-SS-Legionäre und nehmen jährlich am 16. März an ihren Umzügen in Riga teil.

Der lettische Sejm (Parlament) hatte dieser Tage in erster Lesung einen Gesetzentwurf gebilligt, der die Verwendung von Nazi-Symbolen, aber auch von sowjetischen Symbolen verbietet. Das Parlament plant, das Dokument noch vor dem 9. Mai, dem Tag des Sieges der Völker der Ex-UdSSR über Hitlerdeutschland, zu verabschieden.

Jedes Jahr versammeln sich am 9. Mai hunderttausende Menschen vor dem Denkmal für die Verteidiger von Riga, um den Tag des Sieges 1945 zu begehen. An der Feier nehmen Kriegsveteranen teil, die Orden und Medaillen auf der Brust tragen.

Quelle und Bild: RIA Nowosti / Grigori Sysoew

 

Die einzige, unabhängige und alternative Zeitung aus dem Baltikum – für die Welt!

Die BALTISCHE RUNDSCHAU ONLINE ist mit ihrer Vollredaktion die erste deutschsprachige Tageszeitung im Baltikum und Nordeuropa, die nur im Internet erscheint.

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT