Litauische Delegation auf der Turnfest in Mannheim

Die Gruppe aus Klaipeda in Mannheim
Die Gruppe aus Klaipeda in Mannheim

Das Turnfest ist eine Einladung zum Mitmachen und diese Einladung ging auch ganz besonders an die Partnerstädte der Stadt Mannheim (Baden-Württemberg). Bereits 2012 hat das Organisationskomitee des Internationalen Deutschen Turnfestes die beteiligten Kommunen dazu aufgerufen, ihre Partnerstädte zu einem Partnerschaftsprogramm einzuladen. Viele sind diesem Ruf gefolgt und Delegationen aus Riesa, Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf, Klaipeda und Bydgoszcz sind in Mannheim eingetroffen. Bürgermeister Lothar Quast empfing die Gäste am 17. Mai im Ratssaal der Stadt Mannheim. Die Gruppe aus Klaipeda wurde von Edmundas Klimas, Vorsitzenden von „Viesulo“ SC Sports Club und Mantas Bagočius aus der Stadtverwaltung angeführt.

 

v.l. Edmundas Klimas, Bürgermeister Lothar Quast und Mantas Bagocius
v.l. Edmundas Klimas, Bürgermeister Lothar Quast
und Mantas Bagocius

Quast brachte vor: „Der Gedanke der Metropolregion, Stärken zu bündeln und positive Synergien zu nutzen, kommt bei dem Turnfest deutlich zum Ausdruck. Von diesem Gedanken der Gemeinsamkeit profitiert nicht nur der Sport, sondern alle gesellschaftlichen Bereiche, wie die Kultur, die Wirtschaft und natürlich das Zusammenleben in unserer Region“, erläuterte Quast. Der Bürgermeister hob hervor, dass das Turnfest zum ersten Mal in seiner über hundertjährigen Geschichte an eine Region vergeben wurde – noch dazu an eine, die sich über drei verschiedene Bundesländer erstreckt. Das bietet den Gästen natürlich die Möglichkeit, nicht nur die eigene Partnerstadt kennenzulernen, sondern auch viele Städte und Gemeinden im Umkreis.

An den sportlichen Wettbewerben nehmen Vereine aus Riesa und Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf teil. Klaipeda stellt mit 49 Personen sogar die größte internationale Gruppe des gesamten Turnfestes. Diese nimmt zusammen mit zwölf Personen aus Bydgoszcz in Polen am Showprogramm teil. Sie traten auf der Aktionsbühne am Universitätsplatz in Heidelberg, bei einem Get Together der Partnerschaftsaktiven in Viernheim und bei der Turnfestgala auf.

v.l. Natalija mit Tochter Alina und Lilija mit Tochter Gerda
v.l. Natalija mit Tochter Alina
und Lilija mit Tochter Gerda

Lilija mit Tochter Gerda (14, Aerobic) und Natalija mit Tochter Alina (12, Artistic Gymnastics) erzählten, dass Gymnastik in Litauen eigentlich gar nicht so populär ist – ihr Nachwuchs hätte die Sportbegeisterung von den Müttern geerbt. Beide Litauerinnen waren von Mannheim begeistert: „Wir freuen uns besonderes für unsere Kinder, viele von ihnen sind zum ersten Mal im Ausland und haben jetzt eine gute Gelegenheit neue Freundschaften zu schließen.“

Die Beziehungen zwischen Klaipeda (Memel) und der Industriestadt Mannheim an Rhein und Neckar gehen bis in die Jahre 1915-16 zurück. Ein Partnerschaftsvertrag zwischen den Hafenmetropolen wurde 2002 unterschrieben. Co-Initiator des Freundschaftsabkommens war der damalige Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Memellandkreises e.V., Uwe Jurgsties.

Bernd Jörgen, Vorsitzender der Fördervereins der Städtepartnerschaften brachte vor, dass die Gemeinschaft sehr gerne ideell und materiell den Austausch zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern unterstützt.

Auf der Veranstaltung waren noch Vertreter des litauischen Gymnasium in Lampertheim-Hüttelfeld (Hessen) zu Gast.

Quelle: Stadt Mannheim / sie

Fotos: ©Aino und Werner Siebert

 

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