Litauischer Grenzbeamter hat einen 18-Jährigen erschossen

Litauens Todesstrafe für Zigarettenschmuggler

Ein litauischer Grenzbeamter hat am Donnerstag einen 18-Jährigen erschossen, der gemeinsam mit Komplizen eine große Zahl Zigaretten über die litauisch-belarussische Grenze bringen wollte.

Die Wirtschaftszeitung Verslo žinios ist empört über den Vorfall:

Schmuggel ist ein wirtschaftliches Verbrechen. Obwohl die Beamten des Grenzschutzamts und des Zollamts behaupten, an den Grenzen finde ‘ein echter Krieg statt’, wissen wir nicht, was dies wirklich bedeutet.

… Selbst wenn [der erschossene] Edgaras Balčius der Besitzer der Schmuggelzigaretten war, selbst wenn er ein Regionalboss im Schmuggelgeschäft oder der Schmuggelkönig von ganz Litauen war – hat er dann die Todesstrafe verdient? Sie können sagen, dies sei keine Todesstrafe, sondern ein Zufall. Doch warum sollte dies ein Zufall sein, wenn jedes Jahr eine zweistellige Zahl von Schüssen an der Grenze gezählt wird?

 

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