„Lügenpresse“ – das ungekürte Unwort des Jahres

Es ist ein Wort, das seit einem Jahrhundert freie Medien diffamiert: Lügenpresse. In den vergangenen Monaten erlebt es eine traurige Renaissance. Dafür wird es nun zum „Unwort des Jahres“ gewählt

 

[KGVID poster=“http://baltische-rundschau.eu/wp-content/uploads/2015/03/luegenpresse.jpg“ width=“750″ height=“422″]http://baltische-rundschau.eu/wp-content/uploads/2015/03/Dr.-Alfons-Proebstl-61-LÜGENPRESSE.mp4[/KGVID]

 

Lügenpresse: Deutsche Lei(d)medien mit Unwort des Jahres ausgezeichnet

[column size=one_half position=first ][dropcap size=big]K[/dropcap]aum hatte sich das transatlantische Horrorblatt über die Parole „Lügenpresse“ fertig ereifert, weil die ja schon von Göbbels benutzt worden sei, als Jan Fleischhauer, schwarzer Kanalarbeiter des Lei(d)mediums Spiegel, alle rechtschaffenden Stammtischler mit dem Aufruf weckte: Speichert endlich, wer mit wem telefoniert! Mag sein, dass es dem Umstand geschuldet ist, dass der Journaille die Leser davonlaufen und man nun, mehr denn je, im Trüben fischen muss um Profit mit einer neuen, wie auch immer gearteten Leserschaft erwirtschaften zu können. Hauptsache sie zahlt für das, was Konzernmedien so an Meinungen, Manipulationen und Unwahrheiten auf den Markt werfen können. Auch wenn sie damit Vorurteile des „Rechten Sektors äh, Randes“ der Gesellschaft bedienen, den sie vorgeben bekämpfen zu wollen.

Kanalarbeiter Fleischhauer lässt durchblicken, dass er sich durchaus zu jener Gruppe Journalisten zählt, die ihr eigenes Leben für die Freiheit einsetzt, warum er wohl auch eher mehr Telefonüberwachung für notwendg hält, als weniger. Na, da hat der freiheitliche schwarze Kanalarbeiter Fleischhauer sich wohl einen Fauxpas geleistet, als er die Katze aus dem vielzitierten Sack ließ, und uns erahnen lässt, worum es den Chaoten im Hintergrund wirklich geht; uns zu überwachen und glauben machen, es diene „unserer“ Sicherheit. Donnerwetter! Wenn das mal nicht das „1984“er Neusprech ist, neben dem sogar Göbbels Parolen blass aussehen.

„Neusprech“ bezeichnet die vom herrschenden Regime vorgeschriebene, künstlich veränderte Sprache. Das Ziel dieser Sprachpolitik ist es, die Anzahl und das Bedeutungsspektrum der Wörter zu verringern, um die Kommunikation des Volkes in enge, kontrollierte Bahnen zu lenken. Damit sollen sogenannte Gedankenverbrechen unmöglich werden. Durch die neue Sprache bzw. Sprachregelung soll die Bevölkerung so manipuliert werden, dass sie nicht einmal an Aufstand denken kann, weil ihr die Wörter dazu fehlen.“ Wiki[/column]

[column size=one_half position=last ]Wer es sich die letzten Tage angetan hat im Fernsehen die peinlichen und in Endlosschleifen gesendeten Rituale anzusehen die auf die kriminelle Tat in Paris folgten, inklusive Schwindelbildern und aufgeheizter Massenhysterie, wartet nur darauf, dass unsere herrschende Schicht dies als „jetzt erst recht Legitimation“ für weitere, terroristische Ausbeutungskriege missbrauchen wird. Aber nach „unserer“ Sprachregelung können unsere Kriege ja gar nicht terroristisch sein, da sie geführt werden, um Terror zu bekämpfen. Und wehe denen die sich gegen die Ausbeutung ihrer Ressourcen zur Wehr setzen. Verdammte Terroristen! Welche Terroristen?

Hat die verordnete Sprachregelung der herrschenden Klasse unsere Köpfe bereits soweit manipuliert, dass wir nicht einmal an Aufstand denken können, weil uns die Wörter dazu fehlen? Aufstände und Verbesserungen sind nicht länger das Ergebnis revolutionärer Forderungen und Kämpfe von unten, sondern werden heute durch Staatsstreiche des internationalen Kapitals (Ukraine), und verordnete Verschlechterungen zugunsten des Kapitals, (Agenda 2010), von oben ersetzt.

Übrigens, der russische Außenminister Sergei Lawrow klagte zum wiederholten Male auf einer Pressekonferenz darüber, dass der Westen scheinbar die Untersuchung zur Tragödie von MH17 völlig vergessen hat und Lawrow forderte die Veröffentlichung von wenigstens vorläufigen Ergebnissen der Ermittlungen.

Dabei hat der Westen überhaupt kein Interesse an einer offiziellen Veröffentlichung. Er weiß, dass, wenn er eine gefälschte auf den Tisch legt, Russland die Wahrheit beweisen kann. Derweil arbeiten westliche Konzernmedien an inoffiziellen Verschwörungstheorien, die uns die Schuld Russlands näher bringen sollen.

 

von Blogger Mowitz |Blog: Die Gegenmeinung[/column]

 

„Lügenpresse“ ist das „Unwort des Jahres 2014“

Das teilte die „Unwort“-Jury in Darmstadt mit

 

[column size=one_half position=first ][dropcap size=big]D[/dropcap]as Schlagwort „war bereits im Ersten Weltkrieg ein zentraler Kampfbegriff und diente auch den Nationalsozialisten zur pauschalen Diffamierung unabhängiger Medien“, hieß es zur Begründung. Das Wort erlebte in den vergangenen Monaten im Zusammenhang mit der Pegida-Bewegung eine Renaissance. Mit deren Wortwahl, auch der „Lügenpresse“, beschäftigt sich diese Übersicht der Gesellschaft für deutsche Sprache.

„Mit dem Ausdruck ‚Lügenpresse‘ werden Medien pauschal diffamiert“, sagte die Jury-Vorsitzende Nina Janisch.

„Eine solche pauschale Verurteilung verhindert fundierte Medienkritik und leistet somit einen Beitrag zur Gefährdung der für die Demokratie so wichtigen Pressefreiheit.“

[/column][column size=one_half position=last ]Zum „Unwort des Jahres 2013“ war „Sozialtourismus“ gewählt worden, 2012 „Opfer-Abo“, 2011 „Döner-Morde“. Die „Unwort“-Aktion gibt es seit 1991.

Neben der unabhängigen, sprachkritischen Jury mit ihrer Sprecherin in Darmstadt wählt davon getrennt die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden das „Wort des Jahres“.

Für 2014 wurde im Dezember die Bezeichnung „Lichtgrenze“ bekannt gegeben.

Der Name stand für ein Kunstwerk in Berlin anlässlich des Festakts im vergangenen November zum 25. Jahrestag des Mauerfalls. Knapp 7000 weiße Ballons stiegen in den Himmel. Sie hatten den Verlauf der deutschen Teilung als Lichtgrenze nachgezeichnet.

 

 

von unserem Mediapartner n-tv[/column]

 

Die Baltische Rundschau | Online-Redaktion
Die einzige, unabhängige und alternative Zeitung aus dem Baltikum – für die Welt!

Die BALTISCHE RUNDSCHAU ONLINE ist mit ihrer Vollredaktion die erste deutschsprachige Tageszeitung im Baltikum und Nordeuropa, die nur im Internet erscheint.

1 KOMMENTAR

  1. In der selbsternannten 5-köpfigen Jury aus Darmstadt sitzen auch 2 Journalisten. Kein Wunder also, daß die sogenannte Wahl ein schallendes Gelächter der Menschen bewirkte. Nach 3 Tagen sprach dann auch niemand mehr drüber. 🙂

Comments are closed.