Luftschutz für schwache NATO-Staaten — US F-15C Eagle Kämpfer machte eine Notlandung in Schaulen (Litauen)

Der US F-15C Eagle Kämpfer hat eine Notlandung  in der litauische Stadt Schaulen (Šiauliai) gemacht.

Der Vorfall ereignete sich am 24 Januar während des Trainings Flügen. Das Flugzeug landete erfolgreich, ohne irgendwelche Konsequenzen. Die Ursache der Bruchlandung war ein technischer defekt.

“Die Umsetzung der Mission Luft Polizei NATO nicht verloren”, – berichtet das Ministerium für Nationale Verteidigung in Litauen.

Französische Mirage-2000 in Litauen, Jänner 2010 / Bild: Ministry of National Defence Republic of Lithuania
Französische Mirage-2000 in Litauen, Januar 2010 | Bild: Ministry of National Defence Republic of Lithuania

Über den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen gibt es eine NATO-Patrouille, die von Šiauliai im Norden Litauens aus fliegt und deren Flugzeuge (in der Regel vier) abwechselnd für jeweils mehrere Monate von NATO-Mitgliedern gestellt werden; seit Anfang Jänner verantwortet die US-Airforce mit F-15-Jets dieses “Air Policing Baltikum”, zuvor waren es ab September die Belgier, zuvor (ab April 2013) die Franzosen, wieder zuvor (ab Januar) die Dänen. 

Seit dem Beitritt Estlands, Lettlands und Litauen zur NATO 2004 wird die Überwachung und Sicherung des Luftraums von Luftstreitkräften verschiedener NATO-Mitglieder übernommen, da die litauischen, lettischen und estnischen Streitkräfte zwar durch Zusammenarbeit im Baltic Air Surveillance Network (BALTNET) seit 2006 Luftraumüberwachung durchführen können, aufgrund des Fehlens fliegender Waffensysteme jedoch nicht in der Lage sind, Sichtidentifikation durchzuführen oder die Lufthoheit, durch Abfangen oder Abdrängen selbst durchzusetzen.

Für die Sicherung des Luftraums sind deshalb Jagdflugzeuge auf dem Flughafen Šiauliai in Litauen stationiert. Die Kontingente umfassen typischerweise vier Flugzeuge und etwa 100 Mann Personal. Zu Beginn fanden Kontingentwechsel nach drei Monaten statt, ab dem 1. September 2009 wurde dieser Zeitraum auf vier Monate verlängert.

Bisher beteiligten sich Belgien, Dänemark, das Vereinigte Königreich, Norwegen, die Niederlande, Deutschland, USA, Polen, Türkei, Spanien, Frankreich, Tschechien, Rumänien und Portugal am Air Policing im Baltikum.

Zur Luftraumüberwachung entsandte die NATO bis 2006 entsprechendes Fachpersonal, zum Beispiel Soldaten aus dem Einsatzführungsdienst der Luftwaffe, zur Luftraumkontrolleinheit in Kaunas/Litauen. Offiziere der baltischen Staaten wurden in Deutschland zu Jägerleitoffizieren ausgebildet, um die Luftraumüberwachung ab 2006 eigenständig fortzusetzen.

NATO-Flugzeuge, die den Luftraum der baltischen Staaten schützen und in Litauen stationiert sind, werden aufgrund der Modernisierung des estnischen Luftwaffenstützpunkt Ämari nach dem Rotationsprinzip auch in Estland stationiert werden. Seit Oktober 2010 hat das Land eine Vereinbarung mit dem Bündnis, dass Kampfjets der Verbündeten in Ämari Trainingsflüge absolvieren können.

Ab 2018 sollen die Luftwaffen der baltischen Staaten soweit aufgebaut sein, dass diese die Luftraumüberwachung und -sicherung selbst durchführen können.

 

F16 Fighting Falcon der belgischen Luftwaffe

 

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