Medienbranche traf sich in Karlsruhe

Bewegtbild Kongress TV KommDer Bewegtbildkongress TV Komm. in Karlsruhe wächst weiter und verzeichnete in diesem Jahr mit 380 Teilnehmern einen neuen Besucherrekord. Damit hat sich die Veranstaltung zum hochkarätigen Treffpunkt für den Austausch neuester Trends und Entwicklungen von morgen in der Medienbranche fest etabliert.

“Die Steigerung der Besucherzahlen auf 380 Kongressbesucher und die durchweg positive Resonanz auf das diesjährige Thema Digitale Transformation zeigen, dass wir auf unserem Bewegtbildkongress TV Komm. die wichtigen Themen der TV-Branche aufgreifen. Insbesondere die digitalen Entwicklungsprozesse beschäftigen die Medienschaffenden und diese können sie auf höchstem Niveau mit den Expertinnen und Experten diskutieren”, so KMK-Geschäftsführerin Britta Wirtz.

Die TV Komm. wird auch im Jahr 2014 wieder zu Beginn des Medienjahres stattfinden, sagte LFK-Präsident Thomas Langheinrich. Nach der Keynote von Prof. Dr. Boris Alexander Kühnle, Hochschule der Medien, Stuttgart, diskutierten Branchenexperten des TV Komm. Mediengipfels aus verschiedenen Blickwinkeln über die sich bereits im vollen Gang befindende digitale Transformation von TV und Internet.

Fernsehen und Internet haben Frieden geschlossen
Viele neue Produkte, Dienste und Trends standen im Mittelpunkt von Fachvorträgen in den anschließenden Workshops der Veranstaltung. Ein besonderes Gewicht lag dabei auf dem Thema Second Screen. Laut Robert Hermann, Head of Sales Strategy, Yahoo! Deutschland verliert lineares TV immer mehr an Reichweite und entwickelt sich Second Screen zum First Screen. Yahoo reagiert darauf mit Themenkanälen für unterschiedliche Zielgruppen. Moccu

Creative Director Jens Schmidt von Moccu zeigte am Beispiel von „Wetten, dass…?“ auf, wie klassisches Fernsehen wieder Zielgruppen über den Second Screen aktivieren und sich in die neue Welt des Online Business transportieren kann.

Der Leiter des Social Media Teams des SWR Guido Bülow berichtete, dass es beim Tatort bereits beim Erstellen des Drehbuchs einen engen Austausch mit dem Betreuerteam des Second Sreens im eigenen Haus gibt. Michaela Kammerbauer, Head of Publisher Management & Development, clipkit, stellte in ihrem Vortrag zu Mobile Video fest, dass es sich bei diesem Marktsegment um einen enormen Wachstumsmarkt handelt und die Potenziale hier vor dem Hintergrund Second Screen noch längst nicht ausgeschöpft sind.

Second Screen wird stark genutzt
Neueste Zahlen zum Second Screen stellte der Bitkom vor. Danach hat bereits jeder dritte Fernseher u. a. auch durch angeschlossene Spielkonsolen und Bluray layer Zugang zum Internet. Bei den Nutzern des Second Screens sieht das Unternehmer für TV Sender noch Luft nach oben. So greifen aktuell nur 18 Prozent auf Angebote der Sender zurück. Hingegen surfen 82 Prozent während des TVKonsums auf Webseiten, die nichts mit dem TV-Angebot zu tun haben.

Neue interaktive Möglichkeiten für Nutzer und Inhalteanbieter präsentierte Matthias Schwankel, Director Interactive TV & Innovations, Eutelsat KabelKiosk, am Beispiel des hybriden TV-Portals choice. Dieses holt den Zuschauer in der linearen Welt ab und begleitet ihn in die nicht-lineare. Zugleich schafft es für Nutzer durch attraktive Video-on-Demand Angebote, wie etwa Blockbuster der Studios und hochwertige Inhalte der TV-Sender sowie zahlreiche digitale Zusatzdienste und Funktionen echten Mehrwert. Vermarket wird das Portal an Netzbetreiber. Mit spannenden interaktiven Diensten spricht auch Michael Heise, Leiter Games und Product Innovation bei RTL Interactive neue Zielgruppen an. Gerade

browserbasierte Games sind in der RTL-Mediengruppe ein Wachstumsmarkt, dessen Bedeutung stetig zunimmt.

Bei mobiler Werbung gilt: Keine Angst vor Kreativität
Ein weiterer Schwerpunkt beschäftigte sich mit dem Thema Werbung. Geschäftsführer Ewald Pusch von Neverest stellte Lösungen vor, wie sich Zuschauer zukünftig wieder erreichen lassen, die zu Werbeverweigerern wurden. Sein Rat: „Gute Geschichten schaffen Aufmerksamkeit!“ Dies gilt insbesondere für Werbespots. Gute, wirklich zum Produkt passende Geschichten lassen sich auf allen Plattformen weiterspielen. Derartige Kampagnen müssen nicht teuer sein, erfordern jedoch ein schlüssiges Konzept und müssen sich einzig auf die Botschaft beschränken. Alternativen zur klassischen Werbung für den Aufbau eines Marken-Images zeigte Carsten Riemann, Leiter WebTV, Director Branding von Pilot, mit Branded Entertainment mit spannenden Erfolgsgeschichten auf.

Weitere Informationen: http://www.tv-komm.de
Fotoquelle: Veranstalter

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