Menschenrechte: Massive Behinderung der Pressefreiheit in Ostukraine beklagt

Behinderung der Pressefreiheit in Ostukraine: Reporter ohne Grenzen (ROG) hat eine massive Einschränkung der Berichterstattung über Kämpfe und militärische Auseinandersetzungen in der Region Donezk beklagt

Berlin (KNA)  –  Eine bereits am 21. Juli vom Verteidigungsminister der selbsternannten Volksrepublik Donezk, Igor Strelkow, unterzeichnete Verordnung mache die Arbeit praktisch unmöglich, kritisierte die Menschenrechtsorganisation am Donnerstag in Berlin. Die Verordnung ermögliche willkürliche Verhaftungen von Journalisten, erkläre Kampfgebiete und Bereiche um Militäranlagen zum Sperrgebiet und verbiete das Filmen, Fotografieren und die Aufnahme von Audiomaterial. Begründet würden die Einschränkung mit der Sicherheit der Medienschaffenden.

„Die vagen Formulierungen der Verordnung lassen befürchten, dass sie willkürlich angewendet werden und zu einer steigende Zahl von Verhaftungen führen“, mahnte ROG. Die Zahl von Verhaftungen und der Journalisten, die im Osten der Ukraine verschwänden, nehme wieder zu. Die Organisation führt die Namen mehrerer Journalisten an, die in jüngster Zeit entführt oder vorübergehend festgenommen wurden. Auf der ROG-Rangliste der Pressefreiheit belegt die Ukraine Platz 127 von 180 Ländern und Russland Rang 148 von 180 Ländern.

 

chs/joh

Die Baltische Rundschau | Online-Redaktion

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