Museumsfest durch NPD-Kundgebung gestört

Deutsch-Russisches Museum in Karlshorst
Deutsch-Russisches Museum in Karlshorst

Das jährliche Museumsfest zur Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa am 8. Mai 1945 wurde durch eine Kundgebung der NPD empfindlich gestört. Diese dauerte von etwa 16.00 bis 18.00 Uhr vor dem Museumsgebäude an.

Das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst lädt jedes Jahr zum 8. Mai internationale Gäste ein, darunter auch Zeitzeugen, Veteranen und Opfer des Nationalsozialismus. Als Gedenkort erinnert das Museum mit seiner ständigen Ausstellung und am heutigen Tage mit dem Festprogramm an den deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion von 1941 bis 1945. Dieser Krieg zählt zu den großen Verbrechenskomplexen des Nationalsozialismus und forderte mehr als 27 Millionen sowjetische Opfer, darunter 14 Millionen Zivilisten.

Erst kurz vor der Demonstration erfuhr das Museum von der angemeldeten und genehmigten Kundgebung vor dem Museumsgelände. Eine Benachrichtigung durch die örtliche Polizei erfolgte mündlich einige Stunden vor dem Beginn der Kundgebung. Laut Pressesprecherin zeigten zahlreiche Gäste des Festes sich verständnislos bis schockiert von der Präsenz der NPD-Anhänger vor dem historischen Ort.

Das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst ist eine bilaterale Einrichtung, die gemeinsam von der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation getragen wird.

Quelle: Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst

Foto: Aino © Siebert

 

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