Polen: Fehlende Aufsicht ermöglicht E-Korruption

Die polnische Staatsanwaltschaft hat am  vorigen Dienstag  leitende Beamte festgenommen, die öffentliche IT-Aufträge in Höhe von insgesamt 360 Millionen Euro bestimmten Personen zugeschoben haben sollen.

Die konservative Tageszeitung Dziennik Gazeta Prawna gibt der Regierung die Schuld an dem in Polen bislang einzigartigen Korruptionsfall:

Wer die Hoffnung hatte, dass der neue IT-Sektor noch nicht von der schon traditionellen Korruption zerfressen wird, ist nun enttäuscht worden.

… Dabei sind die Festnahmen von gestern nur die Spitze des Eisbergs. Die Korruptionsaffäre betrifft nämlich die unterschiedlichsten Aufträge. Von großen IT-Projekten bis hin zu solchen, die zeitlich befristet liefen, wie die Organisation der EU-Ratspräsidentschaft. Der Effekt: Statt einer E-Regierung haben wir nun ein E-Problem. Die Verantwortung dafür tragen die Politiker und Beamten, die die Ausschreibungen nicht richtig beaufsichtigt haben.

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