Polens Runder Tisch diente nur Eigeninteressen

Oppositionelle und Kommunisten haben in Polen am Donnerstag vor 25 Jahren am „Runden Tisch“ damit begonnen, die Übergabe der Regierungsverantwortung auszuhandeln

Doch letztlich haben sie damals nur ihre eigenen Interessen verteidigt, kritisiert das nationalreligiöse Portal Gość Niedzielny:

Heute gilt der ‚Runde Tisch‘ als eine Art polnischer Exportschlager. Er begründet den gesellschaftlichen Dialog, der eine friedliche Übergabe der Macht und eine gewaltfreie Lösung von Konflikten ermöglicht. Um diesen Tisch ranken sich viele Mythen und viel Symbolik. Unter Kwaśniewski ist dieses Möbelstück dann sogar im Präsidentenpalast gelandet.

… Doch ist die Wahrheit eine andere: Letztlich wurden doch nur die Wahlen im Juni [1989] ausgehandelt, die lediglich halbfrei waren. Und die ‚Ritter dieser Tafelrunde‘ haben jahrelang nur an ihren Sesseln geklebt und ihre Interessen verteidigt und nicht die Staatsräson, die staatliche Unabhängigkeit und die Bürgerrechte.

Die Baltische Rundschau | Online-Redaktion
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