Prozess gegen mutmaßlichen Mörder litauischer Austauschstudentin in Mannheim

Ein halbes Jahr, nachdem im Oktober 2013 die 20-jährige Austauschstudentin Gabriele Z. in Mannheim ermordet wurde, begann am Dienstag der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder. Der 41-jährige Familienvater schwieg bisher zu den Vorwürfen. Bis Mitte Juli will das Gericht in mehr als 20 Verhandlungstagen die Schuldfrage klären.

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Im Oktober vergangenen Jahres war die Studentin der Mykolo-Romeris-Universität Vilnius während ihres Auslandssemesters in Mannheim auf dem Heimweg von einem Filmabend brutal überfallen, erdrosselt und missbraucht worden. Ein Flaschensammler hatte die Leich der jungen Frau am darauffolgenden Tag unter einer Brücke in der Innenstadt gefunden. Wenige Tage darauf verhaftete die Polizei in Mannheim einen 41 Jahre alten Familienvater, dem noch weitere Überfälle auf Frauen in Speyer und Mannheim zur Last gelegt werden. Am Dienstag begann nun im Landgericht Mannheim unter strengen Sicherheitsauflagen der Prozess gegen den Bauarbeiter. Der Angeklagte schwieg bisher zu den Vorwürfen und werde auch weiterhin nichts sagen, so sein Verteidiger. Mit überwiegend gesenktem Kopf verfolgte der Angeklagte den Prozess. An den ersten Prozesstagen wurden zunächst Zeugen vernommen. Ein Kollege und Mitbewohner beschrieb den Angeklagten als „ruhig und verschlosssen.“

Marcel Storch
Marcel Storch ist Korrespondent der Baltischen Rundschau.