Sassnitz: Die schnellste Überfahrt zwischen Mitteleuropa und Skandinavien

36 Sonderzüge werden über die Königslinie Sassnitz-Trelleborg verschifft

Sassnitz/Mukran, 23. Juli 2014 – Es herrscht Hochbetrieb im Schienenbereich des Fährhafens Sassnitz. Auf der Verbindung Sassnitz-Trelleborg erreichen und verlassen Sonderzüge den Hafen auf der Insel Rügen – zwei am Tag und insgesamt 36 in drei Wochen. Grund dafür ist die Sperrung etlicher Gleise in Dänemark, die den Transport über den Landweg unmöglich machen. Die Alternative ist der Transport per Schiff und Schiene.

Jeder Sonderzug hat eine Gesamtlänge von 600 Metern und umfasst 19 Waggons, auf denen u.a. Container und Sattelauflieger transportiert werden. Genutzt für diesen kombinierten Verkehr Schiene-Straße werden die Eisenbahnfähren „MS Sassnitz“ und „MS Trelleborg“, die aktuell bis zu vier Mal am Tag zwischen Sassnitz und Trelleborg verkehren.

Harm Sievers, Geschäftsführer der Fährhafen Sassnitz GmbH, erklärt die Vorzüge der Verschiffung über Sassnitz: „Wir bieten mit einer Transitzeit von nur vier Stunden die schnellste Überfahrt zwischen Mitteleuropa und Skandinavien. Hinzu kommen unsere langjährige Erfahrung im Skandinavien-Verkehr und unsere Expertise im Eisenbahnfährverkehr. Wir verzeichnen wieder eine steigende Nachfrage auf der Relation Sassnitz-Trelleborg.“

Neben den Sonderzügen werden seit April auch Personenzüge im Fährhafen abgefertigt. Die Nachtzüge, die zwischen Berlin und Malmö verkehren, erreichen je vier Mal in der Woche aus beiden Richtungen kommend den Fährhafen Sassnitz. Über den Seeweg per Eisenbahnfähre pendeln sie zwischen Sassnitz und Trelleborg.

Die Rangierarbeiten am Standort übernimmt die Baltic Port Rail Mukran (BPRM), eine Tochter der Fährhafen Sassnitz GmbH. Diese hat erst kürzlich für und von DB Schenker Rail den Rangierbetrieb am Standort Sassnitz/Mukran übernommen. Zudem ist die BPRM auf weiterem Expansionskurs. Auf der einen Seite fungiert sie als Hafenbahn, auf der anderen als Eisenbahnverkehrsunternehmen zur Entwicklung neuer Hinterlandverkehre für den Fährhafen Sassnitz.

 

von Fabian Hoppe

 

Über den Fährhafen Sassnitz

Der Fährhafen Sassnitz ist der einzige Hafenstandort Westeuropas mit Gleis- und Umschlagsanlagen für Eisenbahnwaggons der russischen Breitspur und wird daher häufig als westlichster Cargo-Bahnhof der Transsibirischen Eisenbahn bezeichnet. Dieses Alleinstellungsmerkmal des Fährhafens gestattet den Umschlag und die Verpackung von Gütern nach und aus den GU-Staaten sowie dem Baltikum und Finnland. Zum Einzugsgebiet gehören Kunden mit Warenströmen aus Mittel- und Südosteuropa, die dank der günstigen seegeographischen Lage die regelmäßigen Fährverbindungen nach Schweden (Trelleborg), Russland (St. Petersburg, Ust-Luga) sowie Dänemark (Rønne) in Anspruch nehmen. Der östlichste Tiefwasserhafen Deutschlands ist durch seine Wassertiefe von bis zu 10,50 Metern für alle im Ostseeraum operierenden Schiffsklassen zugänglich

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