Treffen der Weltklasse-Leichtathletik am 2. Februar in Karlsruhe

Karlsruhe/BR. Das Indoor-Meeting in Karlsruhe ist eines von weltweit nur sechs IAAF Indoor Permit Meetings, den höchstklassigen Sporttreffens des Leichtathletik Weltverbandes. „Wir sind stolz darauf, den Leichtathletik-Fans in Baden-Württemberg erneut absoluten Spitzensport bieten zu können“, sagte Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH, die gemeinsam mit der LG Region Karlsruhe das Indoor Meeting veranstaltet.Badische Metropole steht hier in einer Reihe mit großen Hallenkämpfen in New York, Moskau oder Birmingham.

Björn Otto
Björn Otto

Zu Gast auf der Pressekonferenz, wo diesjährige Ausgabe des Sportevents präsentiert wurde, waren die beiden deutschen Stabhochspringer Björn Otto und Raphael Holzdeppe, für die 2012 ein „grandioses Jahr“ war. Die Krönung war sicherlich die Silber- beziehungsweise Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in London. Für Björn Otto auch noch das Aufstellen eines neuen deutschen Rekordes mit 6,01 Metern im September in Aachen.

Ein gutes Pflaster für die beiden, denn erst im Februar 2012 lieferten sie sich bei den Deutschen Hallenmeisterschaften an selber Stelle mit Malte Mohr einen Kampf um den Titel, der als „wahnsinnig geile Flugshow“ in die Geschichte der deutschen Leichtathletik eingehen sollte. Mit dem besten Ende für Björn Otto, der mit 5,92 Metern Deutscher Meister wurde und mit dieser Höhe einen neuen Hallenrekord in der Europahalle aufstellte.

Raphael Holzdeppe
Raphael Holzdeppe

Europahalle in Karlsruhe bietet Publikumsnähe zu internationalen Sportlern
„Ich mag Karlsruhe sehr“, so Raphael Holzdeppe, der bereits 2009 und 2010 beim internationalen Hallenleichtathletik Event in der Europahalle am Start war. „Die Zuschauer sind hautnah dabei, und wir Stabhochspringer freuen uns, wenn wir mit dem Publikum interagieren können. Da macht das Springen besonders Spaß.“

Diesmal wird der Goldmedaillengewinner von London, Renaud Lavillenie, sich beim Stabhochsprung kräftig einmischen und damit auch in Karlsruhe der Albtraum der Deutschen sein. Der französische Stabartist gehört mit einer Bestmarke von 6,03 Meter zum erlesenen Kreis der Sechs-Meter-Springer. Vor allem Björn Otto wird wohl schlaflose Nächte haben, wenn er an den 26-Jährigen aus Barbezieux-Saint-Hilaire denkt, denn gleich dreimal stand der Franzose bei Internationalen Meisterschaften einem Sieg des Deutschen im Weg – und dies dann auch noch auf dramatische Weise. Bei den Europameisterschaften am 1. Juli 2012 sah Otto mit übersprungenen 5,92 Meter fast wie der Sieger aus, aber in seinem letzten Versuch sprang Lavallenie 5,97 Meter und holte sich den Titel vor Otto und Holzdeppe.

Nur fünf Wochen später, bei den Olympischen Spielen in London, schienen Otto und Holzdeppe auf dem besten Weg zu Gold und Silber. Die beiden Deutschen legten 5,91 Meter vor. Renaud Lavillenie musste aufgrund der Fehlversuchsregel höher springen, um zu gewinnen und hatte nur noch einen einzigen Versuch.

Der Franzose bewies erneut seine Nervenstärke, sprang die 5,97 Meter und wurde Olympiasieger. Björn Otto blieb nur die Gratulation und die neidlose Anerkennung: „Was Lavillenie hier geboten hat – Chapeau!“. Jetzt gibt sich Renaud Lavillenie beim Indoor Meeting in Karlsruhe die Ehre und die Zuschauer erleben dann alle drei Medaillengewinner der Spiele von London bei ihrer Olympiarevanche.

Spannende Wettkämpfe sind auch in den übrigen Disziplinen garantiert. Neben Stabhochsprung werden die Männer im Kugelstoßen sowie über die 800 Meter, 1500 Meter und 3000 Meter antreten, so Sportdirektor Alain Blondel, den mit seinen französischen Charme immer gelingt, Weltklassenamen in die badische Metropole zu holen.

Sportdirektor Alain Blondel
Sportdirektor Alain Blondel

Die Frauen messen sich in folgenden Wettkämpfen: Weitsprung, 60 Meter, 60 Meter Hürden, 1500 Meter und 3000 Meter.

Olympiasiegerin Meseret Defar startet beim Meeting
Auf der Rundbahn wird die „Königin der Langstrecke“ Hof halten: Olympiasiegerin Meseret Defar. Die Dame aus Äthiopien wird sich über die 3000 Meter der Frauen auf den Weg zum Meetingrekord machen. Einem Rekord, der in der enorm langen Medaillen- und Rekordliste der Ausnahmeathletin noch fehlt. Alle ihre Titel und Medaillen detailliert aufzuzählen ist allerdings schier unmöglich. Insgesamt zwei olympische Goldmedaillen über 5000 Meter, die letzte davon im vergangenen Jahr bei den Spielen in London, gehören zur Bilanz der Wunderläuferin. Bei allen Olympischen Spielen, an denen sie seit 2004 teilnahm, bei allen Freiluft-Weltmeisterschaften, die sie seit 2005 in ununterbrochener Folge bestritt sowie bei allen Hallen-Weltmeisterschaften seit 2003, von denen sie ebenfalls keine einzige versäumte, kam sie nie ohne Medaille oder gar einen Titel heim.

Auch Verena Sailer wird beim 29. Ausgabe der Indoor Meeting am 2. Februar in der Karlsruher Europahalle an den Start gehen. Über die 60 Meter trifft sie dabei auf die 100 Meter-Europameisterin von Helsinki, Ivet Lalova. Von der Spitzensportler werden noch Weitspringer Christian Reif und Läufer Arne Gabius die Leichtathletikfans in der badischen Metropole freuen. Eurosport wird das Event im Fernsehen übertragen.

Karten können schriftlich oder telefonisch unter der 0721/25000 bei der Tourist Information am Hauptbahnhof Karlsruhe bestellt werden. Außerdem können Tickets bei allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. In der Kategorie 1 kosten die Karten im Vorverkauf 26,50 Euro, in der 2. Kategorie 23,50 Euro und mit Ermäßigung 18,50 Euro.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://www.meeting-karlsruhe.de.
Zudem ist das Indoor Meeting bei Facebook online.

Fotos von der Pressekonferenz: Aino und Werner Siebert

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