Zweifelhafter Machtwechsel in Norwegen

Die Norweger haben die rot-rot-grüne Regierung von Jens Stoltenberg bei der Parlamentswahl am Montag abgewählt
Ein Plakat der norwegischen Führer der Konservativen Partei, Erna Solberg | Foto: RIAN
Ein Plakat der norwegischen Führer der Konservativen Partei, Erna Solberg | Foto: RIAN

Als neue Koalition zeichnet sich ein bürgerliches Bündnis ab, dem auch Rechtspopulisten angehören werden – eine zweifelhafte Perspektive, meint die sozialdemokratische Tageszeitung Aftonbladet:

„Die Fremskrittspartiet ist der Meinung, dass Flüchtlinge, die auf Urlaub in ihre Heimatländer fahren, ihre Aufenthaltserlaubnis verlieren sollen; dass Einwanderer zehn Jahre Steuern zahlen müssen, um die Staatsangehörigkeit zu erhalten; dass Siebenjährige einen Sprachtest machen müssen; und dass das Schengen-Abkommen gekündigt werden soll. Es stellt sich jedoch die Frage, ob es den bürgerlichen Parteien gelingt, eine Koalition zu schmieden, die hält. Sie sind nicht als Bündnis aufgetreten, und es gibt einen Widerwillen seitens der [sozialliberalen] Venstre und der [christdemokratischen] Kristelig Folkeparti gegenüber der Fremskrittspartiet.“

Die Baltische Rundschau | Online-Redaktion
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