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In der Neujahrsnacht hat sich auch im Baltikum einiges verändert

So übernahm Lettland turnusmäßig die Rolle des Präsidenten des Europäischen Rates. In Litauen wurde als letztem der drei baltischen Staaten der Euro eingeführt.

Für Lettland ist es die erste Ratspräsidentschaft seit dem EU-Beitritt im Jahr 2004..

Lettlands Regierung wolle während der Präsidentschaftszeit die Rolle der EU auf globaler Ebene weiter stärken sowie die Staatengemeinschaft wettbewerbsfähiger machen. Das seien wichtige Grundlagen für weiteres Wachstum und die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen.

Darüber hinaus sind seit der Einführung des Euro in Litauen alle drei Baltik-Nationen jetzt ein Teil der einheitlichen europäischen Währungszone.

19 der 28 EU-Mitgliedsstaaten nutzen jetzt das gleiche Zahlungsmittel.

Laut einer Umfrage der Deutsch-Baltischen Handelskammer ist die Zustimmung unter einheimischen Firmen groß und es befürworten mehr als drei Viertel der Befragten die neuen Geldmünzen.

 

Exportvolumen binnen zehn Jahren verdoppelt

Mit durchschnittlich jährlichen Wachstumsraten von 4,3 Prozent in Litauen, 4 Prozent in Lettland und 3,6 Prozent in Estland weisen die baltischen Staaten die stärkste wirtschaftliche Entwicklung innerhalb der Europäischen Union auf”, unterstreicht Erfurts IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Und auch die Thüringer Handelsbilanz mit diesen Staaten entwickle sich äußerst positiv.

So wären die Thüringer Exporte nach Litauen im Jahr 2013 auf 44,5 Millionen Euro angestiegen und hätten sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt – jene nach Estland sogar fast verdreifacht. 264 Betriebe aus dem Freistaat unterhielten mittlerweile stabile geschäftliche Beziehungen zu den drei EU-Mitgliedern.

“Das Baltikum rückt auch für uns stärker in den Blickpunkt. Es gilt, Thüringer Unternehmen auf die Markt-Chancen hinzuweisen und sie aktiv bei deren Erkundung und Erschließung zu unterstützen”, so der IHK-Chef. Vor allem wenn aufgrund politischer Entwicklungen andere Auslandsmärkte wegbrechen seien Alternativen gefragt.

 

Quelle: Thüringer Allgemeine

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