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Serbien hat am Dienstag die Beitrittsverhandlungen mit der EU aufgenommen und strebt eine Mitgliedschaft bis zum Jahr 2020 an.

Brüssel steht in der Angelegenheit unter Druck, glaubt die linksliberale Tageszeitung Novi List:

Wenn auch mit dem gestrigen Auftakt der Flirt Belgrads mit Russland nicht gänzlich vom Tisch ist, so ist doch der europäische Weg Serbiens nicht mehr umkehrbar.

Dabei ist die geopolitische Großwetterlage für Serbien von großem Vorteil. Vor Kurzem wurde noch spekuliert, dass der Verhandlungsbeginn auf das Frühjahr verschoben werden könnte. Aber nach dem Versagen in der Ukraine will die EU Serbien nicht in die Arme Russlands treiben und ebenso wenig die anti-europäischen Kräfte in Serbien stärken. Aus genau diesem Grund darf Serbien an den Verhandlungstisch, während Albanien noch bis Juni warten muss.

… Die Verhandlungen könnten überraschend schnell laufen, denn Belgrad verfügt über solide staatliche Strukturen und die erfahrene Regierung weiß den geopolitischen Vorteil zu nutzen.

Die Baltische Rundschau | Online-Redaktion
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