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Letten scheren sich nicht um Todesopfer

In Lettland sind in diesem Winter bereits 63 Menschen erfroren, jeder Dritte an einem öffentlichen Ort.

Die nationalkonservative Tageszeitung Neatkarīgā beklagt die Herzlosigkeit der lettischen Öffentlichkeit:

Sogar der Staat kultiviert Gleichgültigkeit, Lügen und Heuchelei und für viele ist der erfrorene Mensch nur ein Ärgernis auf der Straße oder auf einer Bank im Park. Wir sollten uns eher über die Personen wundern, die einen Krankenwagen gerufen haben. Denn das ist heute schon eine Ausnahme. Auch die politische Elite lebt in einer ganz anderen Welt. Sie hört und sieht nicht, wie das Volk lebt. Sie will nichts von steigenden Lebenshaltungskosten und fehlender medizinischer Versorgung hören. Nach der Tragödie im letzten November, als beim Einsturz eines Supermarkts 54 Menschen ums Leben kamen, wischte sich Premier Valdis Dombrovskis noch eine Träne von der Wange, und jetzt will er schon wieder für den Posten des Präsidenten der Europäischen Kommission kandidieren.

Die Baltische Rundschau | Online-Redaktion
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