Litauen im Fokus von Technikriese Samsung

Litauen wird für ausländische Investoren immer interessanter. Jetzt kündigt sich eine Zusammenarbeit des Baltenstaates mit dem koreanischen Technik-Giganten Samsung an.

Präsidentin Dalia Grybauskaitė traf sich im Rahmen der Olympischen Spiele am vergangenen Wochenende mit Samsungs Vizepräsidenten Won-Kyong Kim und dem Vorsitzenden von Samsung Electronics Baltics, Byung Hee Choi in Pyeongchang.

Bei dem Treffen standen Fragen nach der Verbesserung des Geschäftsklimas, zu Forschung und Entwicklung sowie dem Aufbau von Technik- und Produktionswerken in Litauen im Mittelpunkt.

Die Präsidentin unterstrich, dass Litauen sich das Vertrauen ausländischer Großinvestoren verdient hat. Insbesondere dank eines komfortablen Investitionsrahmens, hoch qualifizierter sowie engagierter Arbeiter und nicht zuletzt Erfahrung in den Bereichen Digitalisierung, Kommunikation und FinTec. So hat es der Baltenstaat geschafft, große Unternehmen wie Barclays, Nasdaq, Uber, Continental und andere ins Land zu holen. Der Boden für Samsung ist demnach bereitet.

Litauen unter den attraktivsten Wirtschaftstandorten der Welt

Im aktuellen Doing-Business-Ranking der Weltbank rangiert Litauen auf dem 16. Platz, in Schlagdistanz zu Ländern wie Irland, Deutschland oder der Schweiz.

Bezogen auf Kompetenzen der Informations- und Kommunikationstechnik sei Litauen sogar unter den führenden Nationen der Welt vertreten. Nirgendwo sonst ist das Fiberglasnetz so gut ausgebaut und die Verfügbarkeit von 4G (dem modernen Mobilfunkstandard, d. Red.) so hoch wie in Litauen, führte die Präsidentin weiter aus.

Auch die im Lande hergestellte Lasertechnologie wird auf der ganzen Welt (in über 90 der 100 besten Universitäten weltweit) genutzt.

Die Entwicklung medialer Kompetenzen bei Kindern und Projekte zur Stärkung der sozialen Verantwortung im Land wurden ebenfalls diskutiert.

Das koreanische Unternehmen ist mit mehr als 300.000 Mitarbeitern in 79 Ländern der zweitgrößte Technikkonzern weltweit. Samsung hat bereits 34 Wissenschaftszentren errichtet, mit einem Gesamtinvestment von 13 Milliarden US-Dollar allein im Jahr 2016.