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WALES, Donnerstag, 05.01.2015 – Die Nato-Verteidigungsminister beschlossen, in den sechs Mitgliedsstaaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Bulgarien und Rumänien multinationale Stabsstellen (Nato Force Integration Unit) einzurichten. Zudem wurde  beschlossen, die Kopfstärke der verstärkten Eingreiftruppe (Nato Response Force) von 13 000 Soldaten auf 30 000 aufzustocken.

Russland sei besorgt, dass die Nato die Beschlüsse des Gipfels in Wales zur Sicherung der östlichen Flanke der Allianz gegen eine vermeintliche Bedrohung aus dem Osten unbeirrbar umsetze.

„Dies muss natürlich bei unserer Militärplanung berücksichtigt werden, um die gesetzmäßigen Interessen Russlands zu gewährleisten“, sagte Alexander Gruschko, der Ständige Vertreter Russlands bei der Nato.

„Dies stellt ein sehr großes Risiko für Russland dar, wobei die Rede von der hinsichtlich einer direkten militärischen Bedrohung sichersten Region ist.“ In erster Linie werde darunter das Baltikum gemeint. Durch die Nato-Bemühungen werden „heute leider materielle Voraussetzungen geschaffen, um diese Region zum Ort einer militärischen Konfrontation zu machen“, fügte er an.

Der Diplomat brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass es „keine Hitzköpfe bei der Nato gibt, die Russland auf solch eine direkte Weise auffordern“ würden.

„Die Entfaltung eines zusätzlichen Militärpotentials entlang unserer Grenze stellt nichts anderes als einen Versuch dar, einen gewaltsamen Druck auf Russland auszuüben“, so der Diplomat. Dies sei aber absolut aussichtslos. „Auf jeden Fall aber wird unsere Antwort angemessen sein.“

Die Baltische Rundschau | Online-Redaktion
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