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Nicht nur Blumen – Grüne Woche 2019 Berlin

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Nur wenige Wochen nach dem kalendarischen Winteranfang zieht bald wieder ein Hauch von Frühling durch die Hallen des Berliner Messegeländes. Den Anfang macht die Internationale Grüne Woche 2019, die vom 18. bis 27. Januar wieder mit vielen Highlights aufwartet. Nur zwei Wochen später, vom 6. bis 8. Februar, öffnet am gleichen Ort die Fachmesse Fruit Logistica, ihre Tore.

Die Internationale Grüne Woche, hat als Publikums- und Fachmesse eine jahrzehntelange Tradition. Sie ist Berlins traditionsreichste und besucherstärkste Messe und gehört zur deutschen Hauptstadt wie das Brandenburger Tor und die Spree. Die Blumenschau ist dabei ein wichtiger Anziehungspunkt.
Unter dem Motto „Blooming City: kreativ – bunt – natürlich“ findet man in Halle 9 eine Vielzahl von Blumen und Pflanzen. Neu ist, dass die Besucher die Blumen und Pflanzen vor Ort selber kaufen können. Gestaltet wird die Halle von der Firma Landgard, eine der größten europäischen, genossenschaftlichen Vermarktungsorganisationen für Blumen, Pflanzen, Obst und Gemüse. Farbenpracht und Schönheit ist eine Sache, etwas zu probieren und zu schmecken eine andere. Gerade die Berliner lieben es, durch die Hallen zu ziehen und hier und da ein, möglichst kostenloses, Häppchen zu ergattern. Sei es Käse aus Holland, Lachs aus Norwegen oder Rigaer Brot am Lettland Stand. Selbstverständlich kommen nicht nur Berliner. Erwartet werden über 400.000 Fach- und Privatbesucher aus aller Welt, sowie mehr als 1.700 Aussteller aus rund 65 Ländern.

Partnerland der Grünen Woche 2019 ist Finnland. Die finnische Hauptstadt Helsinki auf der einen und Tallinn, die Hauptstadt von Estland, auf der gegenüberliegenden Seite der Ostsee, sind nur 82 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. Estland sowie die beiden anderen baltischen Staaten Lettland und Litauen waren bereits auch schon einmal Partnerland der Grünen Woche.
Unter dem Motto „Aus der Wildnis“ präsentieren über 80 Unternehmen aus ganz Finnland heimische Spezialitäten. Mit seinem Leitspruch spielt das nordeuropäische Partnerland auf seine natürliche Landschaft sowie dessen unverfälschte Produkte an. „Die Messe ist für uns eine einmalige Möglichkeit, unsere qualitativ hochwertigen Produkte und das innovative Know-how unserer Lebensmittelbranche in Deutschland vorzustellen“, so Juha Marttila, Vorsitzender vom finnischen Zentralverband der Landwirte und Forstbesitzer (MTK). Weiterhin führte er aus, dass in Finnland in keinem Schweinezuchtbetrieb Schwänze kupiert werden und dass alle Masthähnchen noch ihren Schnabel haben. Wie schmackhaft finnische Lebensmittel sind, das zeigen die Kostproben vor Ort, die die Spitzenköche der weltweit gefeierten finnischen Nationalmannschaft der Köche zubereiten.

Auch in diesem Jahr sind die Baltischen Länder fester Bestandteil der Messe. Estland, das 2018 seine 25 jährige Messebeteiligung feierte, lädt wieder zu lukullischen Besonderheiten wie Elchfleischwürstchen und Gewürzsprotten ein. Lettland präsentiert unter anderem seine gesunden Milchprodukte und sein nach traditioneller Art gebrautes Bier. Litauen, das erste Land aus dem Baltikum, das bereits seit 1991 auf der Grünen Woche vertreten ist, überrascht die Besucher mit Räucherfleisch, Honig und vielen weiteren Köstlichkeiten.

Zusätzlich zur reinen Leistungsschau bietet die bedeutendste Verbrauchermesse für Ernährung und Landwirtschaft auch in diesem Jahr ein parallel laufendes hochkarätiges Rahmenprogramm an. In über 300 Symposien, Fachseminaren, Kongressen und professionellen Diskussionsforen wird über die aktuellsten Themen der Agrarpolitik informiert.

Thomas Marschner
Freier Journalist aus Berlin

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