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IS ist die reichste Terrorgruppe in der Geschichte

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Die wichtigsten Fakten über die Terror-Miliz, über die jetzt alle reden

Seit ihrem Vormarsch im Irak ist ISIS ins Zentrum der Aufmerksamkeit seitens der Weltöffentlichkeit gerückt.

Wofür steht der Name?

Die sunnitische Extremisten-Truppe ISIS, die bereits große Teile Syriens und des Irak kontrolliert, hat ihren Namen geändert und nennt sich seit Ende Juni offiziell „Islamischer Staat“ (IS).

Zum selben Zeitpunkt rief die Organisation ihr Kalifat aus. ISIS war die Abkürzung für „Islamischer Staat im Irak und Syrien“.

Mit dem neuen Namen wollen die Terroristen klarmachen, dass der „Gottesstaat“, den sie anstreben, nicht an Ländergrenzen gebunden ist und über Irak und Syrien hinaus auch den Libanon, Israel und Jordanien umfasst.​

Diese Propaganda lehnt BILD ab, nennt die Terrorgruppe deshalb weiterhin ISIS.

 

Was will ISIS?

ISIS ist eine Organisation, die mit Waffengewalt versucht, in Syrien und im Irak die Kontrolle an sich zu reißen. Sie steht der salafistischen Ideologie nahe. ISIS beabsichtigt in einem den Irak, Syrien, Palästina und Jordanien umspannenden Gebiet einen Staat auf der Basis der Scharia gründen. Der Anführer von ISIS, Abu Bakr al-Baghdadi, wird in den USA, der Europäischen Union und der Türkei auf der Terrorliste geführt.

 

Wann wurde sie gegründet?

Die Organisation wurde 2004 von Abu Musab al-Zarqawi mit dem Namen „Tawhid und Dschihad“ in Irak gegründet. Später ist diese al-Qaida beigetreten. Danach hat sie ihren Namen in „Al-Qaida in Mesopotamien“ umgeändert.

 

Wer waren die ersten Anführer?

In einem Video von 2006 verkündete Zarqawi die Gründung der „Ratversammlung der Mujaheddin“. Am 07. Juni 2006 wurde Zarqawi im Irak durch eine militärische Operation der USA getötet. An seine Stelle trat Abu Hamza al-Muhadschir. Ende 2006 hat Abu Omar al-Baghdadi, der für seine Nähe zu al-Qaida bekannt ist, die Gründung des „Islamischen Staates im Irak“ verkündet.

 

Wer ist jetzt der Anführer?

Im April 2010 haben die Militärs der USA und Irak gemeinsam das Haus, in dem sich Abu Omar al-Baghdadi und Abu Hamza al-Muhadschir befanden, angegriffen. Bei diesem Angriff starben beide Terroristen. Danach ist Abu Bakr al-Baghdadi zum neuen Anführer geworden.

 

Wie stehen sie zur Al-Nusra-Front?

2011 wurde die al-Nusra-Front unter ihrem Führer Abu Muhammad al-Golani als der verlängerte Arm von al-Qaida in Syrien gegründet. Am 09. April 2013 ging aus Tonbandaufnahmen von Abu Bakir al Baghdadi hervor, dass die Al-Nusra-Front ein Verbündeter des „Islamischen Staates im Irak“ ist. Im selben Jahr wurde nochmals verkündet, dass die Al-Nusra-Front und der „Islamische Staat im Irak“ unter dem Namen „Islamischer Staat im Irak und in Syrien“, kurz ISIS, zusammenschließen.

 

Wie hat die Trennung von ISIS und Nusra angefangen?

Kurze Zeit später wurde eine Tonbandaufnahme von al-Golani veröffentlicht. In der Aufnahme bekundet Golani die Nähe zur Organisation „Irakischer Islamstaat“, jedoch lehnt er den Gedanken, beide Organisationen unter einem Namen zusammenzuführen, ab. Golani verkündet in dem Tonband auch seine Loyalität zum Anführer von al-Qaida, Aiman al-Zawahiri.

 

Ist ISIS ein verlängerter Arm von al-Qaida?

Februar 2013 verkündete al-Qaida, dass sie ISIS nicht anerkennen würde und diese Syrien deshalb verlassen solle. Al-Qaida bekannte sich zur Al-Nusra-Front als Vertreterin von al-Qaida in Syrien. Daraufhin kam es zu Gefechten zwischen der Al-Nusra-Front und ISIS. Nachdem jedoch ISIS die von der Al-Nusra-Front kontrollierte Stadt Deir ez-Zor in Syrien erobert hatte, wurden keine weiteren Gefechte zwischen beiden Parteien geführt.

 

Welches Gebiet kontrollieren sie in Syrien und im Irak?

ISIS kontrolliert in Syrien die Städte Manbidsch, die erdölreiche Stadt ar-Raqqa und Stadt Deir ez-Zor. In den irakischen Städten Falludscha und Ramadi verfügt sie auch über  gewissen Einfluss. Zuletzt hat ISIS die Millionenstadt Mossul im Norden des Zweistromlandes erobert.

 

Wie stark ist ihre militärische Macht?

Laut Schätzungen ist ISIS in Syrien 6000 bis 7000 Mann stark. Die meisten der ISIS-Kämpfer sind Ausländer. Im Irak schätzt man sie auf zehntausend Mann.

 

Gibt es eine Zusammenarbeit mit dem Regime in Syrien?

Die Opposition in Syrien behauptet, dass ISIS die Revolution in Syrien sabotieren wolle und aus diesem Grund von Damaskus unterstützt werde. Das Regime in Damaskus greift regelmäßig die Gebiete, die unter der Kontrolle der syrischen Opposition stehen, mit Fassbomben an. Die Gebiete, die ISIS kontrolliert, werden von Damaskus hingegen nicht angegriffen. ISIS verkauft das Erdöl, welches die Gruppe in ar-Raqqa fördert, an das syrische Regime.

Die Baltische Rundschau | Online-Redaktion
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