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Vier Tage in Tallinn – Reisebericht eines Reisenden aus dem Bayerischen Wald

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Tallinn, Estland
Tallinn, Estland

 

In Estland auch hervorragende Pralinen hergestellt werden

Kalev Shokolad, Tallinn

Jetzt waren wir schon ziemlich erschöpft von den vielen Eindrücken und wollten zum Hotel zurückfahren. Aber unser estnischer Freund war noch ganz frisch und hatte für uns eine letzte Überraschung vorbereitet.

Nach einer ziemlich langen Fahrt hielt er neben einem unscheinbaren Gebäude. Dort wurden Pralinen hergestellt und verkauft.

Ich hatte mir alles Mögliche vorgestellt, was in Estland schön bzw. gut sein könnte: Musik, Folklore, Kunsthandwerk, warme Jacken, Kartoffeln, Brot, Bier, Wodka usw. Wenn man über ein Land nur wenig weiß, hat man solche Ideen. Aber dass in Estland auch hervorragende Pralinen hergestellt werden, hätte ich mir nicht vorstellen können.

Der Inhaber dieser feinen Manufaktur war ein herzlicher und humorvoller Mann. Wir wollten aus Höflichkeit eine Kleinigkeit kaufen, aber das akzeptierte er nicht, sondern füllte zwei große Kartons mit den teuersten Pralinen und zwang sie uns regelrecht auf. Ich wollte bezahlen, aber er wies mein Geld zurück. Als wir hinausgingen, legte ich heimlich zwei Geldscheine auf den Verkaufstresen, aber er bemerkte das und steckte die Scheine wieder in meine Tasche. Mir war diese Geschichte noch aus einem anderen Grund unangenehm: Ich hatte nämlich als Geschenk für die Frauen unserer Gastgeber Pralinen aus Deutschland mitgebracht und konnte nicht ahnen, dass es in Estland wesentlich bessere gibt.

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Manfred Wöhlcke von Glehn
Manfred Wöhlcke von Glehn, Gastautor der Baltischen Rundschau ist ein deutscher Soziologe, Buchautor und bildender Künstler aus Hinterschmiding, Bayern

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