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Das Deutsch-Baltische Jugendwerk lädt zur hybriden Wochenendkonferenz nach Vilnius ein.

Nach der ersten Deutsch-Baltischen Konferenz, die zum Thema „Brücken bauen“ im Juli 2019 in Riga stattfand, geht es nun um Ideen für Europa. Diese Konferenz strukturiert sich dabei nach vier Clustern.

Im ersten steht die Frage nach einem Weg zwischen Individualismus und Kollektivismus im Vordergrund. Der Erziehungswissenschaftler Nils Köbel, der mit seinem Podcast mit dem Grimme-Online-Award ausgezeichnet wurde, hält hier die Keynote.

Ein praktisches Beispiel gibt Jürgen Steiner von der Carl-Zeiss-Stiftung. Susan Rancher, die das Startup-Ökosystem in Frankfurt entwickelte, wird erläutern, wie Open Source zur gesellschaftlichen Entwicklung beitragen kann. Für das zweite Cluster, das sich der Frage nach der aktiven Partizipation in der digitalen Gesellschaft widmet, konnten wir den lettischen Europaabgeordneten Prof. Dr. Ivars Ijabs gewinnen. Anja Türken und Malte Engelmann hinterfragen, wie sich Diskurs in der digitalisierten Gesellschaft konstruktiv gestalten lässt. Das Thema ist in Zeiten der Covid-19-Pandemie, die eine Konjunktur an Verschwörungstheorien mit sich bringt, aktueller denn je.

Anja Türkan ist für die Social-Media-Präsenz der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zuständig. Malte Engelmann ist Referent für Kultur- und Außenpolitik im Deutschen Bundestag.

Das dritte Cluster behandelt das immer wichtiger werdende Thema der Datensouveränität. Paulius Jurčys von der Universität Vilnius spricht hier die Keynote.

Im Panel wird es um Fragen um Blockchain und Künstliche Intelligenz gehen, unter anderem durch die Frankfurter Rechtsanwältin Claudia Otto. Die Frage nach Möglichkeiten und Grenzen der Gentechnik wird im vierten Cluster behandelt.

Der Litauische Biotechnologe Gediminas Drabavičius hält hier die Keynote. Dr. Julia Inthorn, seit Oktober 2018 Direktorin des Zentrums für Gesundheitsethik in Hannover und Mitglied der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer, diskutiert hier mit dem Arzt Edo Kapetanovic.

Die vier Cluster in der Konferenz werden folgende Fragen vertiefen: Was ist ein „europäischer“ Lösungsansatz?

Wir wollen nicht nach Kompromissen zwischen nationalen Ansätzen suchen, sondern nach Lösungsansätzen auf den Schultern der Aufklärung. Wir suchen nach Ansätzen, die zu den Vorstellungen von Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechten passen. Aus diesem Anlass wird der Philosoph Jörg Noller von der Ludwig-Maximilians-Universität München am Freitag abends zum Menschenbild Immanuel Kants eine Keynote halten.

Die Organisatoren der Konferenz sind zuversichtlich, dass sich viele neue Vorschläge ergeben werden. Am Ende werden konkrete Ideenpapiere stehen, die politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger präsentiert werden.

Gerne können Sie an dieser Veranstaltung auch digital teilnehmen. Alle Interessentinnen und Interessenten sind herzlich willkommen, besonders junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren. Mehr Informationen über das Jugendwerk finden Sie unter www.dbjw.de.

Die Baltische Rundschau | Online-Redaktion
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