
Die Grüne Woche feiert vom 16. bis 25. Januar in der deutschen Hauptstadt, auf dem Messegelände am Funkturm, ihr 100-jähriges Bestehen. Die 1926 gegründet Messe konnte, hauptsächlich bedingt durch den Krieg und seine Folgen, nicht in jedem Jahr stattfinden. So handelt es sich im Jahr 2026 auch nicht um die hundertste sondern um die die 90. Messeveranstaltung. Aus einer bescheidenen örtlichen Warenbörse hat sich die Grüne Woche zu einer internationalen Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau entwickelt.
Im Jahr 2004 wurde der Bereich Obst und Gemüse ausgegliedert. Es entstand eine zweite, vollständig eigenständige Fachmesse, die FRUIT LOGISTICA. Inzwischen wurde sie zur Weltleitmesse des internationalen Fruchthandels. Die Fruchthandel- und Logistikmesse öffnet am gleichen Ort, zehn Tage später, am 4. Februar, drei Tage lang für Fachbesucher ihre Tore. Die Grüne Woche ist sowohl für das Fach- als auch Privatpublikum geöffnet. Letzteres interessierte sich in der Vergangenheit immer besonders für die Blumenhalle. Diesmal zeigt sich die Halle im Glamour der Zwanziger Jahre.
Neben vielfältigen Fachveranstaltungen ermöglicht die Messe das Erlebnis von Sehen, Schmecken und Kaufen. Partner der Messe im Jubiläumsjahr ist das deutsche Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. „Ich freue mich sehr, dass Mecklenburg-Vorpommern Partner der Grünen Woche 2026 wird. Die Grüne Woche ist unser Schaufenster in die Welt. Sie bietet uns die einmalige Gelegenheit, die Stärken unseres Landes noch sichtbarer zu machen: unsere hochwertigen regionalen Produkte, unsere innovativen Betriebe und unseren nachhaltigen Tourismus“, sagt Dr. Till Backhaus, Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern.
Das alles und noch viel mehr bieten auch die Baltischen Staaten, die seit ihrer Unabhängigkeit regelmäßige Aussteller auf der Grünen Woche sind. Zwischen dem Baltikum und Mecklenburg-Vorpommern gibt es Gemeinsamkeiten. Sie sind Ostseeanrainer, aber nicht nur das. Im Mittelalter gab es einen Handelsverbund, der sich Hanse nannte. Rostock, Wismar und Stralsund zum Beispiel gehörten zur Hanse. Entlang der baltischen Ostseeküste waren es die Hansestädte Riga in Lettland und Reval, heute Tallinn, in Estland. Um den Handel geht es auch auf der Grünen Woche. Die Privatbesucher hoffen auf Häppchen, die, wenn schon nicht kostenlos, möglichst preiswert sein sollten und die Fachbesucher hoffen auf gewinnbringende Geschäfte.
Gerade auch für Estland, Lettland und Litauen bietet die Grüne Woche gute Möglichkeiten für ihre Produkte neue Handelspartner zu finden. Alle drei Länder erreichen bei Grundnahrungsmitteln wie Getreide und Milchprodukten nicht nur Selbstversorgung, sondern erzielen erhebliche Überschüsse. Diese Überschüsse werden exportiert und tragen zur Versorgung anderer EU-Länder und internationaler Märkte bei. Die baltischen Staaten befinden sich im sogenannten „Milchgürtel“, einer geografischen Zone mit optimalen natürlichen Bedingungen für die Milchproduktion. Diese natürlichen Vorteile, kombiniert mit Modernisierung und Innovation, positionieren das Baltikum als verlässlichen Nahrungsmittelproduzenten.
Seit 200 Jahren ist Berlin ein Messestandort und seit vielen Jahrzehnten einer der wichtigsten weltweit. Die landeseigene Messegesellschaft hat den Anspruch, einguter Gastgeber zu sein und den Besuchenden ein schönes Erlebnis zu bieten, darüber hinaus aber auch dem Fachhandel herausragende und bestmögliche Geschäftsimpulse zu geben.




















Comments