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Eine in Neringa lebende Litauerin überquerte die russische Grenze: Sie wurde festgenommen und 6 Stunden lang verhört

Greta D., die in Nida Urlaub machte, ging am Nachmittag des 2. Juli spazieren und betrat das Gebiet der Region Kaliningrad, Russische Föderation. Dort wurde sie von Grenzschützern festgehalten und erst sechs Stunden später wieder freigelassen.

Die Sprecherin des Grenzschutz-Außenpostens Pagėgiai, Asta Šimkuvienė, bestätigte diese Information. Ihr zufolge sind die Ermittlungen im Gange.

Grenzübergang Nida-Morskoje
Grenzübergang Nida-Morskoje

Greta D. sagte, der Kontrollpunkt in Nida an der Grenze zum Kaliningrader Gebiet sei nicht in Betrieb, sie habe auf dem Weg dorthin keine Grenzbeamten getroffen, und es gebe keine Schilder, die den Vorwärtsverkehr verbieten, sondern nur ein Schild, das die Einfahrt von Autos verbiete. Der Kontrollpunkt Nida ist seit dem 16. März 2020 geschlossen.

Die junge Frau hatte weder einen Reisepass noch ein Visum, sondern nur einen Personalausweis; sie wusste, dass sie in das Gebiet der Russischen Föderation reisen würde, wo sie von russischen Grenzbeamten aufgehalten wurde. Das Mädchen ist der Ansicht, dass litauische Grenzbeamte sie an der Einreise in das Nachbarland hätten hindern müssen.

Inoffiziellen Angaben zufolge wurde Greta D. von litauischen Grenzbeamten mit Hilfe von Videoüberwachungssystemen überwacht.

Ich wollte am Kontrollpunkt fragen, ob ich ein Visum brauche. Ich ging, ohne mich zu verstecken. Ich dachte, sie würden mich mit der Kamera sehen, mich anhalten und ich würde zurückgehen. Aber am litauischen Kontrollpunkt waren keine Menschen zu sehen.

erklärt Greta

Ich klopfte an die Tür der Kabine, aber niemand antwortete, ich ging weiter, sah das Schild von Kaliningrad und wandte mich dem Meer zu. Und dann muss ich von den Kameras entdeckt worden sein. Eigentlich sollte ich die litauische Grenze nicht passieren dürfen, aber ich kam unbemerkt durch. Auf der russischen Seite riefen sie mich an und fragten, wer ich sei und warum ich dort sei. Ich sagte, dass keine Menschen am Kontrollpunkt seien, also ging ich weiter”, sagte sie.

Greta konnte nicht erklären, warum sie dies getan hatte. Die junge Frau sagte, sie sei gegen 17 Uhr festgenommen und um 23 Uhr wieder freigelassen worden. Sie sagte, ihre Russischkenntnisse seien schlecht und sie kommuniziere mit den Grenzbeamten über eine spezielle App.

Später kamen ein Beamter und ein Dolmetscher zu dem Außenposten und begannen, sie zu verhören. Die junge Frau glaubt, es sei ein Beamter der Staatssicherheit gewesen. Er verdächtigte die Inhaftierte der Spionage.

Das litauische Ministerium für Staatssicherheit hat die Bürger wiederholt davor gewarnt, dass sie in die Hände von Spezialdiensten in Russland und Weißrussland fallen und rekrutiert oder erpresst werden könnten.

Die junge Frau wurde auf Drogen, Sprengstoff und Waffen durchsucht. Ihre Telefone und Dokumente wurden überprüft. Ihr zufolge wurde sie verdächtigt, sich mit den litauischen Grenzbeamten verschworen zu haben, als hätte sie die Grenze mit deren Wissen überquert.

Das Verfahren endete jedoch damit, dass die junge Frau zu einer Geldstrafe von 2.000 russischen Rubeln (etwa 35 EUR) verurteilt wurde. Außerdem wurde ihr mitgeteilt, dass sie einige Zeit lang überwacht werden würde. Dann wurde Greta an litauische Grenzbeamte übergeben.

Danach habe ich eine Erklärung in Neringa geschrieben. Dann haben sie mich gehen lassen,

sagte Greta.

Nach inoffiziellen Angaben halten die Grenzbeamten den Vorfall bisher für einen Unfall, aber alle Umstände werden noch geprüft.

Andrzej Vilenski
Korrespondent der Baltischen Rundschau Andrzej Vilenski ist Student an der Universität Vilnius und studiert Politik

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