Frankfurt modernisiert einen wichtigen Teil seines städtischen Busverkehrs. Die kommunale In-der-City-Bus GmbH, kurz ICB, hat am Freitag, 11. September 2026, die ersten Fahrzeuge aus einer Bestellung von 52 neuen Citaro-Bussen in den Linienbetrieb übernommen.
Nach Angaben der Stadt Frankfurt waren 20 der neuen Busse bereits im Einsatz. Insgesamt befanden sich 34 Fahrzeuge auf dem Betriebshof; die übrigen Busse sollen in den kommenden Wochen schrittweise in den Fuhrpark integriert werden. Die Maßnahme ist damit nicht nur eine Fahrzeugbeschaffung, sondern ein sichtbarer Schritt zur Stabilisierung des täglichen Nahverkehrs. ([frankfurt.de](https://frankfurt.de/de-de/aktuelle-meldung/meldungen/fuhrparkerneuerung-icb/?utm_source=openai))
Mehr als ein Fünftel der ICB-Flotte
Die Bestellung umfasst 32 Solobusse und 20 Gelenkbusse von Daimler Buses. Zusammen entsprechen die 52 Fahrzeuge rund 23 Prozent der bestehenden ICB-Flotte von etwa 230 Bussen. Ältere und zunehmend störanfällige Fahrzeuge können dadurch nach und nach aus dem Betrieb genommen werden.
Für die Fahrgäste ist das vor allem eine Frage der Verlässlichkeit. Wenn Fahrzeuge wegen technischer Probleme ausfallen, entstehen Lücken im Takt, Anschlüsse werden schwieriger und die Fahrzeiten werden unberechenbarer. Die Stadt verbindet die Erneuerung deshalb ausdrücklich mit dem Ziel, fahrzeugbedingte Ausfälle zu verringern und den Linienbetrieb zu entlasten. ([frankfurt.de](https://frankfurt.de/de-de/aktuelle-meldung/meldungen/fuhrparkerneuerung-icb/?utm_source=openai))
Die ICB betreibt nach eigenen Angaben rund 34 Buslinien und legt jährlich ungefähr zehn Millionen Kilometer zurück. Eine Flottenentscheidung dieser Größenordnung wirkt sich deshalb nicht nur auf einzelne Fahrzeuge, sondern auf viele Stadtteile und tägliche Wege in Frankfurt aus.
Erneuerung und Antriebswende laufen parallel
Die neuen Citaro-Busse sind Teil der unmittelbaren Flottenmodernisierung. Gleichzeitig verfolgt Frankfurt eine längerfristige Strategie für alternative Antriebe. Der Ausbau von Elektrobussen hängt dabei auch von der Modernisierung der Betriebshöfe und vom Aufbau ausreichender Ladekapazitäten ab. Die Stadt hat erklärt, dass diese Voraussetzungen bislang langsamer geschaffen werden als ursprünglich vorgesehen.
Im gesamten Frankfurter Busverkehr wächst der Anteil emissionsfreier Fahrzeuge dennoch weiter. Die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ rechnet damit, dass bis Ende 2026 mehr als ein Viertel der rund 435 Busse mit alternativen Antrieben unterwegs sein wird. Vorgesehen ist eine Kombination aus batterieelektrischen Bussen und Wasserstoffbussen. Letztere können insbesondere auf Linien mit langen Umläufen eingesetzt werden, auf denen die verfügbare Batteriekapazität nicht immer ausreicht. ([traffiq.de](https://www.traffiq.de/traffiq/medien/presse-informationen/presse-information/nahverkehrsgesellschaft-frankfurt-legt-ersten-nachhaltigkeitsbericht-vor.html?utm_source=openai))
Damit erfüllt die aktuelle Bestellung eine Übergangsfunktion. Sie schafft kurzfristig zusätzliche Verfügbarkeit und ersetzt ältere Fahrzeuge, während Frankfurt gleichzeitig die technischen Bedingungen für eine größere emissionsfreie Flotte vorbereitet. Für die Fahrgäste zählt zunächst, dass die Busse zuverlässig fahren, ausreichend Kapazität bieten und über den ganzen Betriebstag eingesetzt werden können.
Praktischer Nutzen für die Stadt
Die Modernisierung ist besonders für Stadtteile relevant, die nicht direkt an einer U-Bahn- oder Straßenbahnstrecke liegen. Dort übernehmen Busse die Verbindung zu Arbeitsplätzen, Schulen, Einkaufsbereichen, Bahnhöfen und Umsteigepunkten. Eine robustere Flotte kann helfen, diese Verbindungen stabiler zu bedienen.
Nach Darstellung der Stadt soll die schrittweise Inbetriebnahme außerdem den Übergang im laufenden Betrieb erleichtern. Mit jedem weiteren neuen Fahrzeug kann der Bedarf an Ersatzleistungen durch Subunternehmen zurückgehen. Gleichzeitig erhält die ICB die Möglichkeit, die Busse in geordneten Chargen einzuführen, statt den gesamten Fuhrpark auf einmal umzustellen.
Frankfurt steht damit vor einer Aufgabe, die viele deutsche Städte kennen: Der Nahverkehr muss heute zuverlässiger werden, während er zugleich auf klimafreundlichere Antriebe umgestellt wird. Beides lässt sich nicht allein durch den Kauf neuer Fahrzeuge lösen. Entscheidend sind auch Werkstätten, Betriebshöfe, Lade- und Tankanlagen, Fahrplanung und ausreichend Personal.
Die ersten neuen Citaro-Busse machen den Fortschritt auf den Straßen sichtbar. Parallel dazu läuft die weniger sichtbare, aber strategisch wichtige Arbeit an der Infrastruktur. Erst das Zusammenspiel beider Ebenen wird bestimmen, wie schnell Frankfurt seine Busflotte weiter modernisieren und den Anteil alternativer Antriebe erhöhen kann.



















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