Kaliningrads kommunaler Verkehrsbetrieb Kaliningrad-GorTrans hat einen Vertrag über 52 neue Stadtbusse abgeschlossen. Ursprünglich waren 44 Fahrzeuge vorgesehen. Weil das Ergebnis der elektronischen Ausschreibung deutlich unter dem angesetzten Höchstwert lag, kann die Bestellung innerhalb des bestehenden Finanzrahmens um acht Busse erweitert werden.
Die Nachricht wurde am 28. Oktober 2026 von der Stadtverwaltung und mehreren regionalen Medien veröffentlicht. Der Vertrag hat einen Wert von rund 849,2 Millionen Rubel. Die Auslieferung der Fahrzeuge soll bis Februar 2027 abgeschlossen sein.
Mehr Fahrzeuge ohne höheren Gesamtwert
Die Ausschreibung sah zunächst 44 Dieselbusse der Kategorie M3 vor. Der Ausgangswert des Auftrags lag bei etwa 860,5 Millionen Rubel. Im elektronischen Verfahren bot der erfolgreiche Anbieter den Auftrag jedoch für rund 718,5 Millionen Rubel an.
Die dadurch entstandene Differenz wurde nicht einfach ungenutzt gelassen. Nach Angaben der Stadt wurde die Möglichkeit genutzt, innerhalb der gesetzlichen und vertraglichen Grenzen zusätzliche Fahrzeuge zu bestellen. So erhöhte sich die Zahl der Busse auf 52, während der gemeldete Preis pro Fahrzeug bei etwa 16,33 Millionen Rubel blieb.
Für die Stadt ist das Ergebnis damit in zweifacher Hinsicht relevant: Die Ausschreibung führte zu einem niedrigeren Angebot als zunächst kalkuliert, und die frei gewordenen Mittel ermöglichen zugleich eine größere Flotte. Der Gesamtwert des unterzeichneten Vertrags beträgt weiterhin rund 849,2 Millionen Rubel.
Ausstattung für den täglichen Stadtverkehr
Nach den veröffentlichten technischen Anforderungen handelt es sich um niederflurige Großraumbusse für den regulären Stadtverkehr. Jeder Bus soll mindestens 87 Fahrgäste aufnehmen können. Vorgesehen sind etwa 29 bis 30 Sitzplätze.
Die Ausstattung umfasst zudem Elemente, die für die Alltagstauglichkeit und Zugänglichkeit des öffentlichen Verkehrs wichtig sind. Genannt werden Vorrichtungen für die Beförderung von Rollstühlen, Klimaanlagen, Videoüberwachung und USB-Anschlüsse. Die Fahrzeuge müssen aus dem Jahr 2026 oder später stammen.
Damit geht es bei der Erneuerung nicht nur um zusätzliche Kapazität. Niederflurige Fahrzeuge erleichtern den Einstieg für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, während Klimatisierung und moderne Innenausstattung den Komfort auf längeren innerstädtischen Fahrten verbessern können. Die neue Technik soll außerdem schrittweise in die bestehende Betriebsorganisation des Verkehrsbetriebs integriert werden.
Fahrzeuge werden erst nach Vorbereitung eingesetzt
Der Vertrag läuft bis Februar 2027. Auf welchen konkreten Linien die zusätzlichen Busse eingesetzt werden, ist bislang noch nicht bekannt. Vor dem regulären Betrieb müssen die Fahrzeuge geliefert, zugelassen, versichert und mit der erforderlichen technischen Ausstattung für Ticketing und Ortung versehen werden.
Die Ankündigung ist daher noch keine sofortige Änderung des Fahrplans. Zwischen Vertragsabschluss und dem ersten Linieneinsatz liegen mehrere organisatorische Schritte. Auch die Frage, auf welchen Strecken die neuen Busse den größten Nutzen bringen, soll erst später entschieden werden.
Bei der Verteilung könnten der Zustand älterer Fahrzeuge, die Nachfrage auf einzelnen Linien und der Bedarf an Reservefahrzeugen eine Rolle spielen. Die Stadt hat bislang keine endgültige Liste der vorgesehenen Routen veröffentlicht.
Teil eines umfassenderen Erneuerungsprogramms
Der Auftrag steht im Zusammenhang mit der Modernisierung des öffentlichen Verkehrs in der Region Kaliningrad. Interfax berichtete bereits im Oktober über eine Finanzierung von mehr als 685 Millionen Rubel für den Kauf von mindestens 44 großen Bussen im Jahr 2026. Die jetzt bekannt gewordene Vertragsgestaltung zeigt, wie das Ergebnis des Wettbewerbsverfahrens die Zahl der beschaffbaren Fahrzeuge beeinflusst hat.
Für Kaliningrad bedeutet die Bestellung von 52 Bussen mehr Spielraum im täglichen Betrieb. Eine größere kommunale Flotte kann helfen, Fahrzeuge während Wartungsarbeiten zu ersetzen, zusätzliche Kapazität zu Stoßzeiten bereitzustellen oder den Übergang von älteren Bussen auf modernere Modelle zu organisieren.
Die praktische Wirkung wird allerdings erst mit der Lieferung und der anschließenden technischen Vorbereitung sichtbar. Bis dahin bleibt der wichtigste konkrete Schritt der Vertragsabschluss: Aus der ursprünglich geplanten Beschaffung von 44 Fahrzeugen ist eine Bestellung von 52 neuen Bussen geworden.
Als nächste Etappen gelten die Produktion und Auslieferung, die Zulassung sowie die Bekanntgabe der Linien, auf denen die Fahrzeuge eingesetzt werden. Der Zeitplan sieht vor, dass der Vertrag bis Februar 2027 umgesetzt wird.






















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